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BGH stoppt Trickserei bei Reparatur von Altautos

24.08.2015 – justizia_thorben_wengert_pixelio.deTricksereien bei Reparaturkosten von alten Autos nach einem Unfall mit Totalschaden sind künftig nicht mehr möglich. In einem am Freitag veröffentlichten Urteil des Bundesgerichtshofs darf bei den Reparaturen nicht mehr abgewichen werden, um Reparaturkosten unter die Grenze von 130 Prozent des Wiederbeschaffungswerts zu drücken (AZ.: VI ZR 387/14).

Zum konkreten Fall: Die beklagte Versicherung wollte nach einem Autounfall auch den Schaden an einem alten Mercedes 200 D regeln. Dabei berief sie sich auf einen Gutachter, welcher die voraussichtlichen Reparaturkosten auf 186 Prozent des Wiederbeschaffungswertes bezifferte. Allerdings ließ der Autobesitzer jedoch eine gebrauchte Fahrertür einbauen. Zudem verzichtete er auf den Austausch von Zierleisten und eines Kniestückes, um die Reparaturkosten auf unter 130 Prozent des Wiederbeschaffungswertes drücken.

Nun bleibt der Kläger auf den Kosten sitzen. Die BGH-Richter begründeten ihr Urteil damit, dass Reparaturen immer nach den Vorgaben des Gutachters erfolgen müssen. Zwar dürfen aus Gründen der Kostenersparnis auch altersentsprechende Gebrauchtteile eingebaut werden. Allerdings dürfen keine Teile weggelassen werden, da sonst die Berechnungsgrundlage des Gutachtens unterlaufen würden, so der BGH. (vwh/td)

Bildquelle: Thorben Wengert / pixelio.de

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