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BGH: Herrchen haftet für Biss in Hundepension

02.06.2014 – 16_VersRDer Hundehalter haftet für einen Biss seines Hundes. Dies gilt auch, wenn dieser den Tieraufseher einer Hundepension verletzt, die den Vierbeiner aktuell in Obhut genommen hat.

In einer aktuellen Entscheidung (VI ZR 372/13) stellt der BGH fest, dass es keinen Ausschluss der Tierhalterhaftung wegen Handelns auf eigene Gefahr bei Beaufsichtigung eines Tieres für mehrere Tage in einer Tierpension geben kann. Damit hebt der Bundesgerichtshof die Ablehnung einer Klage und die Zurückweisung einer entsprechenden Berufung vor dem Landgericht Oldenburg auf.

Neu zu verhandeln wird daher folgender Sachverhalt sein: Die Betreiberin einer Hundepension wurde von einem ihr in die Verantwortung übergebenen Hund ins Gesicht gebissen. Sie hatte vergeblich im Wege der Leistungs- und Fetstellungsklage auf Ersatz materiellen und immateriellen Schadens begehrt.

Dass auf eigene Gefahr gehandelt wurde und dass im Rahmen der Beaufsichtigung gegebenenfalls für mehrere Tage vollständig das Tier übernommen wird, rechtfertigt keine abweichende rechtiche Beurteilung hinsichtlich der Tierhalterhaftung, entschied der BGH.

Dass der Biss durch fahrlässiges Verhalten verursacht wurde, das sich eventuell anspruchmindernd auswirkt, muss darüber hinaus gesondert geklärt werden. (vwh)

Link: Weitere interessante Urteile finden Sie im aktuellen Heft von VersR

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