Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

BdV und Verbraucherschützer fordern gesetzlichen Berufsunfähigkeitsschutz

19.05.2015 – bdv_logo_kleinDer Bund der Versicherten (BdV) und die Verbraucherzentrale NRW fordern einen gesetzlichen Berufsunfähigkeitsgrundschutz für jedermann. Die Verbraucherschützer begründen ihre Forderung mit “zu wenig Verträgen, begrenzten Vertragslaufzeiten, Rentenerhöhungen, sowie ‘Rosinenpickerei’ der Versicherer bei Berufsgruppen und Vorerkrankungen”.

“Damit die Versicherungswirtschaft ihrer sozialpolitischen Aufgabe gerecht wird, muss sie langfristig gezwungen werden, flächendeckend Absicherungen anzubieten”, sagt BdV-Vorstandssprecher Axel Kleinlein. Seiner Meinung nach sollten die Krankheits- und Unfallrisiken “vernünftig” abgesichert werden, und dazu müsse jeder eine Chance haben. “Hierzu müssen bedarfsgerechte Produkte entwickelt werden”, ergänzt Wolfgang Schuldzinski, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW.

Meist scheitere der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung “an einem viel zu teuren Beitrag oder an schon bestehenden Vorerkrankungen”, sagt Schuldzinski. Die Verbraucherschützer fordern eine einheitliche Lösung, die allen Verbrauchern einen Zugang zu privatem Berufsunfähigkeitsschutz verschafft.

Peter Schwark, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), zeigt sich grundsätzlich offen für Gespräche. Allerdings funktioniere eine “Einheitsversicherung zu einheitlichen Bedingungen und Preisen nur bei kollektiver Absicherung geschlossener kompletter Arbeitnehmergruppen etwa in der betrieblichen Altersvorsorge”, betont Schwark. Bei einer freiwilligen Individualvorsorge werde ein “Verzicht auf die Risikoprüfung dagegen eine Abwartehaltung belohnen”, befürchtet Schwark. (vwh/td)

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten