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BDA will Pflegeberufe modernisieren

26.02.2016 – Pflege_Rainer Sturm_pixelio.Der Bundesrat debattiert heute einen Gesetzesentwurf zur Reform der Pflegeberufe. Damit sollen die bisherigen drei Ausbildungen in der Altenpflege, der Gesundheits- und Krankenpflege sowie der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege reformiert und zu einem einheitlichen Berufsbild zusammengefasst werden. Die bestehende Dreigliederung der Pflegeberufe soll damit aufgehoben werden. Der BDA lehnt diese Reform ab.

Demnach sieht die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände in der geplanten Neuordnung der Pflegeberufe einen “Rückschritt gegenüber den bestehenden Ausbildungen und kein Beitrag, um den Fachkräftemangel in der Altenpflege zu verringern”. Vielmehr müssten die “bisherigen drei Ausbildungsberufe Krankenpfleger, Kinderkrankenpfleger und Altenpfleger modernisiert, aber nicht zu einer Einheitsausbildung vermengt werden”, kritisiert der BDA. Zudem seien die Qualifikationsanforderungen in den einzelnen Pflegeberufen “zu unterschiedlich, um sie zu einer Ausbildung zusammenfassen zu können”.

Die Immobilienberatung Wüest & Partner geht davon aus, dass in 14 Jahren rund 3,6 Millionen Menschen in Deutschland pflegebedürftig sein werden. Davon werde etwa ein Drittel (rund 1,2 Millionen Menschen) stationäre Pflege in einer Pflegereinrichtung benötigen. Dies gehe aus dem “Pflegeheim-Atlas 2016″ hervor. Dabei geht ein Szenario davon aus, dass bis 2030 mit einem zusätzlichen Bedarf von 300.000 Pflegeplätzen zu rechnen sei.

So müssten laut Pflegeheim-Atlas bis zum Jahr 2030 rund 2.550 weitere Pflegeheime mit jeweils 100 Betten geschaffen werden, um allein den demografischen Zusatzbedarf decken zu können. Dabei geht Wüest & Partner davon aus, dass der höchste Zusatzbedarf in Berlin mit 11.800 Betten existiere, gefolgt von Hamburg mit 4.100 zusätzlichen Pflegeplätzen bis 2030. Auf München und Köln würden jeweils 2.000 zusätzliche Betten benötigt. In Dresden und Leipzig bestehe ein Nachholbedarf von 1.500 bis 1.700 neuen Pflegebetten. Auf Länderebene bestehe laut Pflegeheim-Atlas vor allem in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg Entwicklungsbedarf. (vwh/td)

Bildquelle: Rainer Sturm / pixelio.de

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