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Bayerischer Finanzgipfel mit deutlichen Appellen

20.11.2013 – Bayerischer Finanzgipfel_2Das Personal-Aufgebot der Assekuranz beim „7. Bayerischen Finanzgipfel“ in München konnte sich sehen lassen. Schließlich waren Markus Rieß, Chef der Allianz Deutschland, Munich Re-Vorstandsmitglied Ludger Arnoldussen und Hanns Martin Schindewolf, Mitglied der Geschäftsführung der Daimler Insurance Services GmbH, vor Ort.

Die Möglichkeit, bei der vom Bayerischen Finanz Zentrum organisierten und Bayerns neuer Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) eröffneten Veranstaltung unter dem Motto „Chancen für Banken und Versicherungen durch neue Geschäftsstrategien“ die Perspektiven der Branche, ihre speziellen Anliegen sowie die aktuellen Sorgen und Nöte offensiv zu präsentieren, blieb jedoch eher ungenutzt. Dabei besteht dafür offensichtlich durchaus hoher Bedarf. Aigner erwähnte die Assekuranz dabei am Rande. Ihr Haupt-Augenmerk richtete sie auf die Folgen von Finanzkrisen und EU-Regulierungs-Intensionen auf die Kreditwirtschaft und damit auf die Kreditversorgung des Mittelstands.

Jürgen Fitschen, Co-Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank AG, erneuerte den Anspruch seines Instituts, als einzige deutsche Bank eine globale Rolle wahrzunehmen und begründete, warum dies aus seiner Sicht nicht zuletzt im Interesse der deutschen Wirtschaft auch zwingend erforderlich ist. Zugleich wies er aber darauf hin, dass es angesichts der derzeitigen politischen Unsicherheiten eigentlich gar nicht möglich ist, dafür eine geeignete Strategie zu entwickeln. Ing-Diba-Chef Roland Boekhout nutzte die Chance, um das Erfolgsgeheimnis seines Hauses – nämlich wenige, aber einfach zu verstehende Produkte – zu präsentieren, und Peter Hofbauer, Vorstandsmitglied der HypoVereinsbank, stellte vor, wie seine Bank den persönlichen Berater inzwischen in einer Art Video-Konferenz mit den Kunden kommunizieren lässt.

Allianz-Chef Rieß machte ebenfalls den Anpassungsbedarf der Vertriebsstrategien in Zeiten der Digitalisierung zu seinem Thema. Munich Re-Vorstand Arnoldussen nahm die Zuhörer mit auf einen Ausflug in die komplexe Welt des Alternativen Risiko-Transfers. Daimler-Risikomanager Schindewolf zeigte Hintergründe auf, warum sich die Industrie in der Vergangenheit mehr und mehr in das Geschäft der Versicherer eingemischt hat, und legte der Branche nahe, sich künftig genauer mit den Bedürfnissen der Kunden zu beschäftigen.

Die zwischenzeitlich existenzgefährdenden Auswirkungen der aktuellen Rahmenbedingungen auf die Funktionsfähigkeit der Assekuranz, wie sie beispielsweise beim Nordbayerischen Versicherungstag in Coburg thematisiert wurden, oder auf die gesellschaftlich zwingend nötige Altersvorsorge leuchteten beim Bayerischen Finanzgipfel an Deutschlands größtem Versicherungsplatz dagegen kaum auf. Ideen und Konzepte, wie diese Herausforderungen bewältigt werden könnten, noch weniger. (rem)

Foto: Podiumsdiskussion auf dem Bayerischen Finanzgipfel 2013 (Quelle: rem)

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