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bAV: Versicherer und Tarifpartner Hand in Hand?

11.03.2015 – Schwark_GDV“Der bAV-Vorschlag schadet mehr, als dass er hilft”, sagt Peter Schwark, Mitglied der Hauptgeschäftsführung beim GDV und erneuert damit die Kritik an der Nahles-Rente. Er prognostiziert für den Fall der Umsetzung erhebliche Verunsicherung bei Arbeitgebern und Arbeitnehmern, verbunden mit einer Lähmung des Verbreitungsprozesses, und plädiert für eine gemeinsame Lösung der Versicherer und der Tarifpartner.

Mit seiner Kritik am aktuellen Sozialpartnermodell Betriebsrente des Bundessozialministeriums steht der GDV keineswegs isoliert da. Selbst Gewerkschaften forderten bei der aktuellen Anhörung im Ministerium Nachbesserung und eine Beteiligung der Versicherer am Reformprozess.

“Ich habe kein Argument für den vorgeschlagenen neuen Paragraphen 17 b des Betriebsrentengesetzes gehört”, hatte die ehemalige Vize-Geschäftsführerin des Arbeitgeberverbandes der Versicherungsunternehmen (AGV), Valerie Holsboer, aus der Anhörung berichtet.

Peter Schwark wendet ein, dass so die Komplexität der bAV nochmals enorm erhöht werde, “bisher schon einer der Haupthinderungsgründe für deren Ausbau.”

Der Vorschlag würde mit seinem allein auf tarifvertragliche Lösungen zugeschnittenen Ansatz viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU) gerade nicht erreichen, da diese häufig und durchaus bewusst keinem Tarifvertrag unterliegen.

Die Versicherungswirtschaft, so Schwark, verfüge über das Know-how und die Kapazitäten, mit den Tarifpartnern zusammen praxistaugliche Lösungen zu entwickeln, die eine Breitenwirkung erzielen. (vwh/ku)

Bild: Peter Schwark, Mitglied der Hauptgeschäftsführung beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. (Quelle: GDV)

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