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bAV als Instrument der Mitarbeiterbindung

26.03.2014 – Laut einer soeben veröffentlichten Studie nutzen Unternehmen neben Weiterbildungsmaßnahmen vor allem Betriebsrenten, aber auch andere Angebote wie weitere Vergütungskomponenten, Entwicklungschancen und eine bessere Work-Life-Balance, um die eigene Belegschaft zu halten und um neue Mitarbeiter zu gewinnen. Gerade Industrieunternehmen bieten oft ein umfassendes Portfolio an Incentives an.

Die besten Resultate im Hinblick auf die Bindung von Mitarbeitern erzielen Arbeitszeitmodelle, Weiterbildung und Betriebsrenten. Die bAV, die die Arbeitgeber ganz oder anteilig finanzieren, wird in Dienstleistungsbetrieben inzwischen als häufigstes Bindungsinstrument eingesetzt.

Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie “Betriebliche Altersversorgung im Mittelstand 2014″, die die Generali Versicherungen und das F.A.Z-Institut gemeinsam herausgegeben haben. Basis der aktuellen Ausgabe ist die Befragung von 201 Personalverantwortlichen und bAV-Fachleuten in mittelständischen Betrieben mit 50 bis 500 Mitarbeitern. Im November und Dezember 2013 führte die Marktforschungsgesellschaft Forsa aus Berlin die Erhebung in Form computergestützter Telefoninterviews anhand eines strukturierten Fragebogens durch. Die befragten Experten geben Auskunft über das Betriebsrentenangebot ihrer Unternehmen, über die Anforderungen an bAV-Produkte und an Services sowie über das Human-Ressources-Management.

Gerade hochqualifizierte Fachkräfte treffen ihre Entscheidung bei der Wahl ihres nächsten Arbeitgebers oft auch mit Blick auf attraktive Nebenleistungen. Insbesondere mitarbeiterstarke Unternehmen sowie Betriebe aus Branchen mit starken tarifvertraglichen Strukturen heben die Erwartungshaltung ihrer Beschäftigten und Bewerber hervor. Aus der Politik gibt es allerdings widersprüchliche Signale:

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) will die bAV stärken und ausbauen, denn sie hält dieses Instrument für den “wichtigsten Baustein in unserem Rentensystem”. Dagegen steht der Plan von Bundesfinanzministers Wolfgang Schäuble (CDU), der die Lebensversicherer stärker regulieren möchte. Gleichzeitig drückt die Lage an den internationalen Finanzmärkten auf die Stimmung:

Das niedrige Zinsniveau stellt die Anbieter von betrieblicher Altersversorgung heute und in der näheren Zukunft vor große Aufgaben. Finanzdienstleister müssen zum einen die gewährten Garantieleistungen sicherstellen. Zum anderen müssen sie künftige Produkte und Tarife so konzipieren und kalkulieren, dass sie sowohl profitabel als auch für die Beschäftigten lukrativ sind. Die reine Entgeltumwandlung hat dabei einen schweren Stand, während gemischt finanzierte Betriebsrenten seit Jahren stärker nachgefragt werden.

Ungeachtet der schwierigen Lage auf den Kapitalmärkten und ihrer Auswirkungen auf die betriebliche Altersversorgung sind die Arbeitgeber im Mittelstand weiterhin auf ein attraktives bAV-Portfolio angewiesen. Schließlich erwarten Arbeitnehmer und neue Bewerber von ihnen in zunehmendem Maße lukrative Betriebsrenten. (vwh)

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