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Baustelle am Strand gilt nicht als Reisemangel

01.08.2016 – Justiz -  Q.pictures  - pixelio.deEine Baustelle am Strand mit einhergehenden Lärm- und Sichtbelästigungen gilt nicht zwangsläufig als Reisemangel. Voraussetzung ist, dass der Reiseveranstalter vor Reiseantritt darauf hingewiesen hat und der Kunde die Möglichkeit zur Umbuchung hatte. Dies entschied das Amtsgericht München (Az.: 159 C 9571/15). Das Urteil ist bereits rechtskräftig.

Im vorliegenden Fall hatte ein Kläger aus Peine für sich, seine Ehefrau und seine Tochter bei dem beklagten Reiseveranstalter eine Pauschalreise nach Abu Dhabi im Wert von 3.217 Euro gebucht. Der Veranstalter teilte der Familie hingegen auf der Buchungsbestätigung mit, dass in Teil des Strandes saniert werde und es zu Lärm- und Sichtbelästigungen kommen könne.

Der Kläger vertrat hingegen die Meinung, dass der Hinweis in der Reisebestätigung nichtssagend und stark verniedlichend gewesen und daher nicht wirksam sei. Er machte daraufhin einen Schadensersatz über 1599,64 Euro (40 Prozent Reisepreisminderung und 300 Euro für vertane Urlaubsfreude) geltend.

Die zuständige Richterin wies die Klage hingegen mit der Begründung ab, dass der Reiseveranstalter ausdrücklich auf Strandsanierung hingewiesen habe. Zudem habe die Information über bestehende Lärm- und Sichtbelästigungen auch von einem objektiven Durchschnittsreisenden nicht anders verstanden werden können, als dass auch mit dem Einsatz schweren Geräts gerechnet werden muss. Zudem habe Reiseveranstalter seine Mitteilungspflicht auch in zeitlicher Hinsicht erfüllt. (vwh/td)

Bildquelle. Q.pictures / pixelio.de

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