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Bausparkassen weiter im Fokus

23.10.2015 – bausparen_thorben_wengert_pixelio.deDas Landgericht Karlsruhe hat festgestellt, dass ein gesetzliches Kündigungsrecht für Bausparkassen nicht gilt. Die Kündigung zuteilungsreifer Verträge indes wurde allerdings von anderen Gerichten gegengesetzt bewertet. “Endgültige Klarheit bringen erst die nächsten Instanzen”, kommentiert Verbraucherschützer Christian Urban gegenüber Bild. Ein gestern eingebrachter Gesetzesentwurf soll die Bausparkassen stärken.

“Das Geschäftsmodell der Bausparkassen ist hochgradig gefährdet”, hatte Dirk Schiereck, Bankenprofessor aus Darmstadt, unlängst angesichts dauerhaft niedriger Zinsen festgestellt. Seine Prognose: “Wenn die Niedrigzinsphase noch zwei, drei Jahre anhält, werden die ersten Bausparkassen in existentielle Not geraten.”

Bafin-Präsident Felix Hufeld hatte einer Rettungsaktion für die Bausparkassen im Frühjahr eine klare Absage erteilt. Eine solche würde das Vertrauen in das kollektive Sparmodell der Branche “fundamental erschüttern”.

Dem Ziel der Stärkung der Bausparkassen dient der gestern von der Bundesregierung eingebrachte Entwurf eines zweiten Gesetzes zur Änderung des Gesetzes über Bausparkassen. In Zukunft wird demnach den Bausparkassen die Möglichkeit eingeräumt, auch das Pfandbriefgeschäft zu betreiben.

Dadurch würden die Bausparkassen kostengünstige Refinanzierungsmöglichkeiten erhalten, etwa für die Gewährung von Darlehen oder zur Finanzierung von Neutarifen. Die Bausparkassen erhalten außerdem die Möglichkeit, in höherem Umfang als bisher sonstige Baudarlehen neben den eigentlichen Bausparkassendarlehen zu gewähren. (vwh/ku)

Bildquelle: Thorben Wengert / pixelio.de

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