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Bauern fordern Standortbestimmung bei Produktionssicherheit

24.06.2015 – Agrar_Rainer Sturm_pixelio600 Delegierte werden heute zum Auftakt des Deutschen Bauerntags erwartet. Auch angesichts zunehmender klimatischer Exponierung, industrieller Herausforderungen und Umweltschutzthemen steht nichts weniger als eine Standortbestimmung auf der Agenda. 80 Prozent des Ertrags hängen vom Wetter ab – auch in Europa: Es wird sich zeigen, inwieweit das Thema in die angekündigte Erfurter Erklärung aufgenommen wird.

“Wir als Landwirte stehen in der Mitte der Gesellschaft. Um diesen Platz zu sichern, müssen wir aber im Vergleich zu früher mehr tun”, erklärte Bauernpräsident Joachim Rukwied im Vorfeld des Bauerntags in Erfurt.

Wettbewerbsfähigkeit, die Marktorientierung, das Erhalten vielfältiger Betriebsformen genauso wie die Lebensmittelsicherheit, die Qualitätssicherung sowie eine verbesserte Ressourcen- und Umwelteffizienz sollen heute und morgen im Mittelpunkt der Diskussionen stehen.

Auch Produktionsrisiken angesichts immer turbulenter werdender klimatischer Bedingungen kommen mit Sicherheit zur Sprache. “Faktum ist: Die Landwirtschaft, die Lebensmittel produziert, ist vom Klimawandel zuerst und am stärksten betroffen”, konstatierte Kurt Weinberger, Chef des weltweiten Agrarversicherungsverbandes gegenüber dem Business- und Managementmagazin Versicherungswirtschaft.

Wetterrisiken nehmen laut Weinberger zu: “80 Prozent des Ertrages hängen vom Wetter ab. Aufgrund dieser Entwicklung wird eine Risikominimierung zur Abfederung von Ertragsschwankungen in den nächsten Jahren noch wichtiger.”

Weinberger, seineszeichens diplomierter Agrar-Ingenieur und Chef der österreichischen Hagelversicherung, forderte im vergangenen Jahr bereits: “Angesichts des steigenden Wetterrisikos werden künftig erweiterte Agrarversicherungssysteme notwendig sein, um auf Dauer einen stabilen Agrarsektor garantieren zu können.”

Bildquelle: Rainer Sturm / pixelio.de

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Interview. “Erweiterte Agrarversicherungssysteme werden notwendig sein”. AIAG-Präsident Kurt Weinberger zu Kumul-Risiken im Agrarbereich und der Rolle von Private-Public-Partnerships, in VW 2/14 (Einzelbeitrag zu 3,81 Euro)

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