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Banken für Versicherer immer weniger interessant

29.03.2016 – Bank_fotoliaÄnderungen der Gläubigerbeteiligung bei Banken, die in Schieflage geraten, sind für Versicherer von großer Bedeutung. Wenngleich das Engagement der deutschen Versicherer im Bankensektor seit Jahren stetig abnimmt, entfallen immer noch knapp 40 Prozent ihrer Kapitalanlagen auf Kreditinstitute. Den Sachverhalt erläutern die GDV-Experten Klaus Wiener und Tim Ockenga in ihrem Beitrag für VWheute.

Für die Versicherer als Investoren in Bankenschuldtitel ist vor allem die Neuregelung in § 46f Abs. 5 bis 7 KWG von Bedeutung. Indem unbesicherte Schuldtitel verstärkt zur Verlusttragung herangezogen werden können, soll im Falle einer Bankenabwicklung ein rechtssicherer und mit geringen Ansteckungsrisiken verbundener Bail-in der Gläubiger ermöglicht werden.

Ratingagenturen, wie im Januar z.B. Moody’s, haben die Ratings der Schuldtitel herabgestuft, was bei den Versicherern zu steigenden Eigenmittelunterlegungen geführt hat. Das hohe Tempo der Finanzmarktregulierung sorgt dafür, dass sich die Rahmenbedingungen für die Kapitalanlage von Versicherern fast im Monatstakt ändern. Dabei überwiegen die Belastungen und Einschränkungen, bisweilen ergeben sich jedoch auch neue Möglichkeiten.

Die nationale Umsetzung der OGAW-V Richtlinie muss im März 2016 erfolgen. Es ist zu erwarten, dass Kreditfonds durch das gefestigte Regulierungsumfeld weiter an Bedeutung gewinnen und von Versicherungsunternehmen zukünftig verstärkt zur Diversifikation der Portfolien genutzt werden können. (vwh/ku)

Bildquelle: Fotolia

Ausführlicher Expert: Licht und Schatten – Folgen der Finanzmarktregulierung für das Geschäft der Versicherer. Von GDV-Chefvolkswirt Klaus Wiener und Tim Ockenga, Leiter der Abteilung Kapitalanlagen. (Einzelbeitrag)

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