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Bafin: Keine Nachsicht bei Solvency II

29.10.2013 – hufeldBereits Anfang 2014 beginnt der Solvency-II-Testlauf. Bafin-Exekutivdirektor Felix Hufeld nannte während eines Kongresses des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin wichtige Anforderungen.

Ein klares Bekenntnis für Solvency II trotz zu erwartender Mühen und nationaler Einschränkungen gab Felix Hufeld, bei der Bafin für die Versicherungs- und Pensionsfondsaufsicht verantwortlich, während des gestrigen 10. Internationalen Solvency-II-Kongresses des GDV ab. Auch die Bafin als nationale Aufsicht müsse künftig zurückstecken und sehe sich komplett neuen Herausforderungen gegenüber. Was die Forderungen vor allem von kleineren Unternehmen nach angemessener Proportionalität betrifft, betonte er, dass die Bafin zwar im Gesamtprozess weiter darauf achten, aber keine allgemeingültigen Regelungen dafür aufstellen werde. Es gehe nicht an, dass Proportionalität ein Synonym für Vermeidungsstrategien sei. Die Unternehmen müssten sich da selbst einbringen.

Das trifft auch auf die Vorbereitungsphase zu, die Anfang 2014 beginnt. Die Bafin werde, so Hufeld weiter, sämtliche von der EIOPA herausgegebenen Leitlinien zur Vorbereitung auf Solvency II – so genannte Preparatory Guidelines – anwenden und die Texte sofort nach Bekanntwerden – was unmittelbar bevorsteht – ins Deutsche übersetzt den Unternehmen zur Verfügung stellen. Insgesamt erwartet die Bafin eine „aktive und nachvollziehbare“ Vorbereitung mit „messbaren Fortschritten“ bei den Planungen. Es gebe von Seiten der Bafin „keine Nachsicht“, wenn wichtige Prozesse ab 2016 nicht funktionieren. „Wir werden in den kommenden zwei Jahren Fortschritte im Blick behalten und gegebenenfalls kritisch hinterfragen“, betonte Hufeld weiter. Vor allem ermutigte er die Unternehmen, am freiwilligen Testlauf zur quantitativen Berichterstattung – auch hier wird es deutsche Übersetzungen von EIOPA-Texten geben – sowie zur unternehmenseigenen Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung (ORSA) teilzunehmen. Je früher Erfahrungen gesammelt werden, desto besser funktioniere der tatsächliche Einstieg Anfang 2016. Denn: „Diesmal gelingt das Werk“, ist Hufeld zuversichtlich. (epo)

Foto: Felix Hufeld, Exekutivdirektor Versicherungs- und Pensionsaufsicht, Bafin (Quelle: Bafin)

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