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Bafin: Fast alle Versicherer und Pensionskassen bestehen Stresstest

03.07.2014 – bafinFast alle Versicherer haben den Stresstest der Bafin bestanden. Von 442 Versicherern und Pensionskassen weisen 18 Stück negative Ergebnisse auf. Sämtliche Kranken- und Lebensversicherer haben den Test ohne Beanstandungen bestanden.

Sieben Schaden- und Unfallversicherer haben den Stresstest in einem oder mehreren Szenarien nicht bestanden. Grund hierfür war in sechs Fällen die vom Stresstestmodell vorgesehene erhöhte Fortschreibung der Sollwerte der dynamischen Größen in Verbindung mit Sondereffekten in den Unternehmen, wo sich die Netto-Beitragseinnahmen oder die Netto-Schadenrückstellung veränderten. Mit allen betroffenen Unternehmen erarbeitet die Bafin laut Pressemitteilung derzeit Maßnahmen zur Verbesserung der Risikotragfähigkeit oder hat dies bereits getan.

Bei den elf Pensionskassen mit negativen Ergebnissen handelt es sich um kleinere Pensionskassen. Sie gehören nicht zu den 20 größten Unternehmen der Branche. Eine der elf durchgefallenen Pensionskassen ist seit vielen Jahren für Neuzugänge geschlossen; ein weiteres Unternehmen kürzte 2013 die Leistungen. Bei einem dritten Unternehmen ist 2014 eine Bestandsübertragung geplant. Die Unterdeckungen der aufsichtsrechtlichen Mindestanforderung sind in der Regel sehr gering.

Die verbleibenden acht Pensionskassen haben in Absprache mit der Bafin bereits Maßnahmen zur Verbesserung der Risikotragfähigkeit oder zur Erfüllung der Solvabilitätsvorschriften ergriffen oder werden dies 2014 tun. Um die weitere Entwicklung beobachten zu können, wird die Bafin von diesen Kassen unterjährige Stresstests anfordern.

Bafin-Stresstest

(Klicken zum Vergrößern)
Tabelle: Nur 18 von 442 Getesteten weisen negative Ergebnisse auf (Quelle: Bafin)

Ein negatives Ergebnis im Stresstest, so die Bafin in ihrer Mitteilung weiter, sei lediglich als Signal für die verminderte Risikotragfähigkeit eines Versicherungsunternehmens zu verstehen, die es zügig zu beseitigen gilt. Als konkrete Maßnahmen kommen hierfür zusätzliches Eigenkapital, eine Umschichtung der Kapitalanlagen, die Absicherung von Anlagen an den Kapitalmärkten und die Senkung der Überschussbeteiligung in Betracht. (vwh)

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