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Autovermieter darf Mietwagen orten und lahmlegen

03.12.2014 – justizia-wage-gerechtigkeit-150Ein Ausflug mit einem Mietwagen ins Ausland ohne Erlaubnis kann teuer werden. Demnach kann die Autovermietung das Fahrzeug wegen des Verdachts des Diebstahls orten und stilllegen lassen. Die daraus entstandenen Kosten muss der Mieter übernehmen. Dies entschied das Landgericht München (Az.: 182 C 21134/13).

Im konkreten Fall hatte ein 33-jähriger Mann einen Porsche geliehen und 5.000 Euro in bar als Kaution hinterlegt. Laut Mietvertrag durfte er damit aber nur in Deutschland und Österreich fahren. Dennoch reiste der Mann mit dem Sportwagen über die italienische Grenze nach Mailand. Der Autovermieter erfasste jedoch den Standort des Wagens mit GPS und ging somit von einem Diebstahl aus. Da der Fahrer telefonisch nicht erreichbar war, ließ die Mietwagenfirma den Porsche schließlich mittels einer speziellen Software lahmlegen und mit einem Abschleppdienst nach Deutschland zurückbringen.

Der Mieter klagte nun gegen die Firma, um die Kaution in voller Höhe zurückerstattet zu bekommen. Das Gericht wies die Klage hingegen ab und gab der Autovermietung Recht. Denn die Inhaberin habe “nachvollziehbar” darlegen können, dass zu diesem Zeitpunkt weder über die deutschen noch die italienischen Behörden eine schnelle und effektive Hilfe zu erwarten gewesen sei.

Oliver Huq, Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Autovermieter (VDA), sagte dazu gegenüber Spiegel Online: “Gerade bei Fahrzeugen der oberen Mittelklasse, die öfter geklaut werden, nutzen Autovermieter vermehrt solche Ortungstechnik”. Allerdings müssten die Kunden auf eine solche GPS-Ortung hingewiesen werden – etwa in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen. (vwh/td)

Bild: Justitia. (Quelle: Lupo/pixelio.de)

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