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Automobile Zukunft steht on Top auf der Brüssel Agenda

25.01.2016 – KFZ Auto - David GorrDie Eruptionen in der europäischen Automobilwirtschaft durch den VW-Abgasskandal rücken die Zukunft der europäischen Autoindustrie in den Fokus der anstehenden Woche in Brüssel. Nach dem Wolfsburger Konzern ist nunmehr auch der französische Autobauer Renault in den Strudel der Motorenmanipulationen geraten. Die Zukunft der Transportwirtschaft wird digital geschrieben.

Angesichts der selbstfahrenden Test-Fahrzeuge von Google auf den kalifornischen Autobahnen und der forcierten Elektromobilität des US-Konzerns Tesla, sehen sich die Nachfahren von Rudolf Diesel und Ferdinand Porsche herausgefordert. Für die Versicherer steht ein 200 Mrd. US-Dollar Jahresprämiengeschäft bei den vielleicht schon im Jahr 2040 – nach Einschätzung von KPMG – obsolet werdenden klassischen Kfz-Versicherungen auf dem Spiel.

Der für den Digitalen Binnenmarkt zuständige Kommissions-Vizepräsident Andrus Ansip will sich aus erster Hand über die Zukunftspläne des deutschen Premiumherstellers BMW informieren. Bei seinem Besuch am Montag am Sitz des weiß-blauen Edelkarossenherstellers trifft Ansip in München BMW-Vorstandsmitglied Klaus Fröhlich, der als Chefingenieur für die Entwicklung Alternative Brennverfahren besonders für die Elektromobilität verantwortlich zeichnet.

Im Jahr 2015 wurde in der Presse über die Zusammenarbeit von BMW beim Elektroauto “Apple Car” mit dem IT-Giganten aus den USA spekuliert. Am Montagabend sucht der VW-Konzern bei seinem traditionellen Neujahrsempfang in der Niedersächsischen Landesvertretung in Brüssel das ramponierte Image des Wolfsburger Autobauers auf dem Brüsseler Parkett wieder aufzupolieren.

Am Dienstag steht das erste Treffen der neugegründeten hochrangigen Expertengruppe der Automobilwirtschaft (GEAR 2030) unter Leitung des Digitalkommissars Günther Oettinger und der Industriekommissarin Elżbieta Bieńkowska sowie der Beschäftigungskommissarin Marianne Thyssen in Brüssel auf dem Programm. Die Initiative der EU-Kommission soll die Transportwirtschaft fit machen für neue Weichenstellungen bis 2030 und einen Gang zulegen bei alternativen Motorenkonzepten.

Am Mittwoch will die EU-Kommission ihre Vorschläge zur Reform der Typenzulassung für Autos vorstellen. Am gleichen Tag wird der Abgas-Untersuchungsausschuss des Europäischen Parlaments seine Arbeit aufnehmen. Am 2. Februar 2016 will das EU-Parlament über die kontroversen Vorschläge abstimmen. Diese würden nach Meinung der Grünen-Chefin im EU-Parlament, Rebecca Harms, in den Vorgaben für RDE-Straßentests “erhebliche Schlupflöcher” für Automobilhersteller schaffen. (taf)

Bildquelle: dg

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