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Aufklärender Arzt für Beratungsfehler verantwortlich

04.03.2015 – 615_VersRMit der Aufklärung übernimmt der Arzt einen Teil der Behandlung. Er kann somit, auch wenn andere Ärzte die OP empfohlen und durchgeführt haben, für Fehler in der Aufklärung haftbar gemacht werden. Der BGH hat einer entsprechenden Revision einer Patientin stattgegeben.

Zwei Knie-Operationen hatten nicht das gewünschte Ergebnis gebracht. Die Klägerin monierte, über das hohe Misserfolgsrisiko nur unzureichend oder überhaupt nicht aufgeklärt worden zu sein. Die unterschriebene Einverständniserklärung sei unwirksam.

Das LG hatte dieser Klage entsprochen und Schmerzensgeld in Höhe von 12.000 Euro zugesprochen. Die Berufung vor dem OLG indes nun gab der Ärztin Recht, die am Operationstag die Aufklärung der Patientin durchgeführt hatte.

Sehr kurzfristig, ohne Vorbereitung, hätte sie dies machen müssen – insofern sehe sie sich nur für Hinweise auf die allgemeinen OP-Risiken verantwortlich. Der BGH (VI ZR 14/14) hat diese Sicht nun widerlegt und der Revision der Patientin stattgegeben. (vwh/ku)

Die Details und weitere Fälle finden Sie in der aktuellen Ausgabe von VersR (6/15)

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