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07.12.2016
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Auch die gesetzliche Rente leidet unter niedrigen Zinsen

11.11.2016 – Reimann-Deutsche Rentenversicherung -Die Rentenanpassung Mitte 2017 dürfte nach Einschätzung der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV) deutlich geringer ausfallen als in diesem Jahr. DRV-Präsident Axel Reimann nannte gestern vor der Presse in Würzburg einen Rahmen von 1,5 bis zwei Prozent, wobei die Rentenerhöhung in den neuen Bundesländern wiederum etwas höher ausfallen könnte.

Positiv entwickelt sich das Rentenniveau, das in diesem Jahr auf 48,0 (47,7) Prozent und in 2017 auf 48,2 Prozent zunehmen dürfte. Reimann schätze auf dem traditionellen Presseseminar, dass das derzeit kontrovers diskutierte Thema zur Entwicklung des Rentenniveaus (Nettorentenniveau vor Steuern) bis zum Jahr 2021 nur leicht auf 47,8 Prozent sinken dürfte. Auch Reimann befürwortet die von Arbeits- und Sozialministerin Andrea Nahles (SPD) geforderte Haltelinie beim Rentenniveau und Beitragssatz. Wie denn die Leitplanken konkret aussehen könnten, ließ er sich allerdings nicht entlocken.

Nahles hat sich ebenfalls bislang nicht geäußert. Auch der Beitragssatz zur Rentenversicherung von heute 18,7 Prozent könne bis zum Jahr 2021 stabil gehalten werden, sagte Reimann. Für das laufende Jahr rechnet die Rentenversicherung gegenüber dem Vorjahr mit höheren Beitragseinnahmen von 280,4 Mrd. Euro (plus 3,7 Prozent) (siehe DOSSIER).

Die Ausgaben dürften um vier Prozent auf 282,7 Mrd. Euro anwachsen, sodass erneut ein Fehlbetrag jetzt von 2,3 Mrd. Euro (2015: minus 1,6 Mrd.) entsteht. Auch die Rentenversicherung leidet unter dem Niedrigzinsniveau und Negativzinsen, wie Reimann weiter ausführte.

Man können eben nur in kurzfristigen Papieren Geld parken, da eine hohe Liquidität benötigt werde. Seinen Angaben zufolge erzielt die Rentenversicherung auf ein Kapital von etwa 30 Mrd. Euro gerade noch einen Zinsüberschuss von 30 Mio. Euro, was einer Rendite von 0,1 Prozent entspricht. (brs)

Bild: DRV-Präsident Axel Reimann (Quelle: DRV)

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