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Ärzteumfrage: Terminservicestellen sinnlos für Patienten

12.08.2015 – ARZT - ALLIANZ DEUTSCHLANDGesetzlich Versicherte sollen nicht länger als vier Wochen auf einen Facharzttermin warten, fordert das jüngste Reformgesetz von Gesundheitsminister Hermann Gröhe. Doch niedergelassene Ärzte in Deutschland sind überzeugt: Terminservicestellen bringen Kassenpatienten nichts. Das geht aus einer Ärzteumfrage hervor, für die der Hamburger Ärztenachrichtendienstes (änd) insgesamt 10.000 Ärzte angeschrieben hatte.

Zu Beginn des nächsten Jahres werden Terminservicestellen in jedem Bundesland ihre Arbeit aufnehmen. Doch 89 Prozent der befragten Ärzte sind der Meinung, dass die Regierung die Finger von der neuen Terminregelung hätte lassen sollen – sie mache keinen Sinn. Nur sechs Prozent der Ärzte sehen in den bei den Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) bis zum Jahresende einzurichtenden Terminservicestellen eine positive Maßnahme im Sinne einer besseren Patientenversorgung.

Zusätzliche Termin-Kapazitäten für die neuen Servicestellen wollen oder können nur drei Prozent der Fachärzte anbieten. Immerhin 55 Prozent erklären jedoch, dass sie den über den neuen Weg vermittelten Patienten normale freiwerdende Termine in ihrer Praxis anbieten werden. 31 Prozent betonten dagegen, dass sie für diese Patienten überhaupt keine Kapazitäten mehr haben und acht Prozent wollen die Servicestellen komplett boykottieren – selbst wenn das Wartezimmer leer ist. (vwh/dg)

Bildquelle: Allianz Deutschland

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