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Apotheken rechnen direkt mit der Huk ab

11.08.2015 – ABDA_2013_Becker_01Der Deutsche Apothekerverband (DAV) sowie die beiden privaten Krankenversicherer Huk-Coburg und Pax-Familienfürsorge wollen schwerkranke Patienten ab sofort von hohen Vorauszahlungen und unnötiger Bürokratie entlasten. Eine neue Vereinbarung ermöglicht die Direktabrechnung zwischen Apotheke und Krankenversicherer bei teuren Arzneimitteln, die auf Privatrezept verordnet werden. 

Im Normalfall muss ein privat versicherter Patient in Vorleistung gehen und die Arzneimittel komplett bezahlen. Das Umständliche Verfahren der Kostenerstattung führt zu hohen finanziellen Belastungen, berichtet der Apothekerverband. Bei einer Direktabrechnung zwischen der Apotheke und der Huk und Pax muss der Patient jetzt die Medikamente nicht mehr selber bezahlen und sich das Geld rückerstatten lassen. Selbst das Einreichen der Rezepte ist nicht mehr notwendig. “Für Patienten in schwierigen Lebenslagen ist die Apotheke ein Ort, wo sie neben Kompetenz und Vertrauen oft auch eine ganz besondere Hilfeleistung erwarten”, erklärt der DAV-Vorsitzende Fritz Becker.

Voraussetzung für die Teilnahme am Direktabrechnungsverfahren sei, dass die Rezeptsumme mindestens 1.000 Euro betrage und der Patient seine Forderung gegenüber der Huk-Coburg Kranken oder der Pax-Familienfürsorge Kranken an die Apotheke abtritt. Der Versicherer muss jeweils im Einzelfall zustimmen. (vwh/mst)

Bild: Fritz Becker, DAV-Vorsitzender (Quelle: Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände)

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