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AOK-Chef mit Forderung nach „Netzgebühr“ isoliert

31.07.2013 – graalmannDer Chef des AOK-Bundesverbandes, Jürgen Graalmann, hat eine von den privaten Krankenversicherern in Deutschland zu leistende „Netzgebühr“ ins Spiel gebracht. Analog zur Deutschen Telekom, die für die Durchleitung fremder Inhalte im eigenen Netz eine Durchleitungsgebühr verlangt, hätten auch die Gesetzlichen Krankenkassen für ihre Gesundheitsleistungen in der Fläche Anspruch auf Gebühren.

“Die privaten Kassen unterstützen unser Gesundheitssystem nicht, sie blockieren derzeit eher eine sinnvolle regionale Verteilung der Ärzte.”, beschwert sich Graalmann in einem Gespräch mit der Passauer Neuen Presse. Die Begründung der immer wieder erhobenen und ebenso oft wiederlegten Forderung: Der zunehmende Mangel an Ärzten auf dem Land und in den städtischen sozialen Brennpunkten. Fachärzte siedelten ihre Praxen meist dort an, wo es besonders viele Privatversicherte gäbe, sagt Graalmann. Dagegen müssten in weniger gut ausgestatteten Regionen wie auf dem flachen Lande die gesetzlichen Kassen die medizinische Versorgung übernehmen.

Auf Nachfrage der Ärztezeitung in der Geschäftsstelle des AOK-Spitzenverbandes distanzierte man sich von dieser Forderung des Vorsitzenden; das sei Graalmanns persönlicher Vorstoß. Tatsache auf der anderen Seite ist aber auch, dass in einzelnen Kassen diese Forderung diskutiert wird. Der PKV-Verband in Berlin wollte denn auch Graalmanns Schlagzeilen “nicht einmal ignorieren”.

Foto: Sieht die AOK als „Telekom der Krankenkasse“, Chef des AOK-Bundesverbandes Jürgen Graalmann (Quelle: AOK)

Links: AOK-Chef Graalmann fordert „Netzgebühr“ von der PKV, Netzgebühr für die Privaten Krankenkassen?

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