Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

Angst vor der Datenkrake

27.05.2015 – Gear3_SamsungVerbraucher stehen den smarten Gesundheits-Services skeptisch gegenüber. Vor allem in Sachen Datensicherheit vertrauen sie Gesundheits-Apps und digitalen Fitnessarmbändern nicht, wie eine Forsa-Umfrage im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV) ergab.

82 Prozent der Befragten gaben an, etwas oder sogar große Bedenken zu haben, dass über digitale Wearables und Apps erfasste Gesundheitsdaten von Unberechtigten gelesen werden. “Die smarten Technologien können im Gesundheitswesen viel Nutzen bringen. Aber nur unter zwei Voraussetzungen. Der Datenschutz muss gerade bei diesem sensiblen Thema groß geschrieben werden. Und Patienten müssen Herr ihrer eigenen Daten sein und einen sicheren Zugang zu den Informationen herhalten“, fordert VZBV-Vorstand Klaus Müller.

Gerade bei den zahlreichen Gesundheits-Apps sind die Verbraucher misstrauisch, da sich die Programme häufig Zugriffsrechte auf unnötig viele Daten sicherten. In der Umfrage äußerten 44 Prozent der Befragten daher große und 38 Prozent etwas Bedenken, dass die Gesundheitsdaten für andere Zwecke missbraucht werden.

Die zunehmend zur Verfügung stehenden Gesundheitsdaten möchten auch die Versicherer gerne nutzen. Pläne zu Selbstoptimierer-Tarifen stießen in der deutschen Politik- und Medienlandschaft auf heftige Kritik. Eine Aushöhlung des Versicherungsprinzips befürchten Branchenexperten jedoch nicht. (vwh/jko)

Bild: Mittels einer Smart Watch lassen sich viele Fitnessdaten des Trägers erheben. (Quelle: Samsung)

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten