Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

- Anzeige -

GDV und Prognos-Studie: Altersvorsorge in Deutschland wetterfest gestalten

15.04.2014 – prognos_logo_kleinDas Handelsblatt Research Institute (HRI) und die Prognos AG untersuchten für den Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), wie in Deutschland zukünftig Altersvorsorge tragfähig und nachhaltig finanziert werden kann. Die Studienergebnisse werden von HRI-Präsident Bert Rürup, Prognos Chefökonom Michael Böhmer und GDV-Präsident Alexander Erdland präsentiert.

Nach Einschätzung der Autoren ist das in Deutschland etablierte Mehr-Säulen-System von gesetzlicher Rente, betrieblicher Altersversorgung und privater Altersvorsorge auch in der ferneren Zukunft tragfähig. Dabei wird die gesetzliche Rente durch moderate Beitragssatzsteigerungen und einem Mindestsicherungsniveau demografiegerecht austariert. Die Mischung aus umlagefinanzierter Vorsorge und kapitalgedeckter Absicherung ist nach Einschätzung der Autoren reinen umlagefinanzierten oder reinen kapitalbasierten Modellen überlegen. Dies gelte unbeschadet einer andauernden Niedrigzinsphase. Für GDV-Präsident Erdland liegt der Wert der Studie darin, dass zum ersten Mal eine nachhaltige und belastbare Untersuchung über das künftige Zusammenspiel von Kapitaldeckung und Umlagefinanzierung im deutschen Rentensystem vorliegt, die über 2030 hinausgeht.

Schon auf dem DIA-Forum letzte Woche in Berlin sagte Christina Benita Wilke, Senior Economist am Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut (HWWI): “Soziale Wohltaten wurden gleichmäßig verteilt – allerdings nicht gleichmäßig finanziert“ (VWheute berichtete: Studie analysiert die Nachhaltigkeit der EU-Sozialstaaten). “Insgesamt muss in Deutschland, wie auch in vielen anderen europäischen Ländern, dringend ein Perspektivenwechsel stattfinden. Ein Renteneintrittsalter, das an die steigende Lebenserwartung gekoppelt ist, hätte sicherlich auch für Deutschland seinen Charme“, fasst die Forscherin die Ergebnisse zusammen. Die Leiterin der Bremer Niederlassung des HWWI erklärte weiter: „Als wichtigste Politikmaßnahme ergibt sich hieraus neben der je nach Land möglicherweise unterschiedlich angemessenen Höhe des gesetzlichen Renteneintrittsalters insbesondere die Umsetzung eines einheitlichen Renteneintrittsalters für Männer und für Frauen.“ (brs/vwh)

Links: DOSSIER, KÖPFE

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten