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Allianz-Chefvolkswirt erwartet Zinsanstieg ab 2016

27.05.2015 – Heise_AllianzEin optimistisches Konjunkturbild für Europa zeichnete Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz SE, bei seinem Vortrag vor der Geschäftsführerkonferenz der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) am Montagnachmittag in Potsdam. Die Leistungsbilanzsalden, Arbeitslosenquoten und Wohnimmobilienpreise würden sich in ganz Europa bessern, die Lohnstückkosten und Preise sinken.

Das führe zu einem Anstieg der Exporte. Besonders in Frankreich und Italien würden die Strukturreformen greifen. Einzige Ausnahme sei Griechenland, wo die Syriza-Regierung den Erholungsprozess abgewürgt habe.

Heise erwartet einen Preisanstieg in Richtung 1,5 Prozent und in Folge eine Abschwächung des privaten Konsums und des Beschäftigungswachstums. Deshalb sei ein Anstieg der langfristigen Zinsen ab 2016 sehr wahrscheinlich. Der Allianz-Chefvolkswirt appellierte an die EZB, aus ihrer gegenwärtigen Niedrigzinsstrategie auszusteigen, sobald die Deflationsgefahr – so sie überhaupt jemals bestanden habe – erkennbar überwunden sei.

Die bisherige Niedrigzinsstrategie bedeute ein Systemrisiko für die Altersvorsorge. Notwendig seien auf Seiten der Versicherer eine Erhöhung des Deckungskapitals, Änderungen bei den Garantieversprechen, ein Stück weit riskantere Investments und ein neues Design für die Produktpalette.

Weitere Redner bei der zweitägigen BDA-Geschäftsführerkonferenz sind unter anderem Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer und Kanzleramtsminister Peter Altmaier. Der Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen in Deutschland (AGV) ist bei der Konferenz durch sein Geschäftsführendes Vorstandsmitglied Michael Niebler vertreten. (vwh)

Bild: Michael Heise (Quelle: Allianz)

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