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Aktuare fordern EU-Pensionsfondsrichtlinie zu verschlanken

30.04.2014 – dav_pk_lier_04_2014_kleinDie Deutsche Aktuarvereinigung (DAV) fordert die EU-Kommission auf, den erst Ende März überarbeiteten Entwurf einer zweiten Richtlinie für Einrichtungen der betrieblichen Altersvorsorge (EbaV) sorgfältig zu überarbeiten. „Der hohe Aufwand, der den Unternehmen abverlangt werde, steht nicht im Verhältnis zum Nutzen“, sagte Horst-Günther Zimmermann vom Institut der Versicherungsmathematischen Sachverständigen für Altersversorgung auf der Jahrestagung der DAV vor der Presse.

Positiv sei, dass die Eigenkapitalanforderungen nicht verschärft würden und keine Übertragung der quantitativen Eigenkapitalanforderungen von Solvency ll vorgesehen sei.

„Die große Detailtiefe des Entwurfs der Richtlinie macht uns aber Sorge“, so Zimmermann. Unter anderem werde den betrieblichen Altersvorsorgeeinrichtungen sehr detailliert vorgeschrieben, wie die jährliche Standmitteilungen für alle Anwärter und Leistungsempfänger auszusehen habe, und neue Hochrechnungen abverlangt. Die angestrebte Vereinfachung werde verfehlt. Insbesondere für kleine Einrichtungen könne sich damit die Überlebensfrage stellen.

Die Einstufung der betrieblichen Altersversorgung als „private Altersvorsorgesysteme“ und speziell als „Finanzdienstleister“ gingen am Grundverständnis der betrieblichen Altersversorgung insbesondere in den Mitgliedsstaaten mit den größten EbAV-Vermögenswerten vorbei. Die Situation der betrieblichen Altersversorgung in Deutschland werde dem Grunde nach nicht zutreffend beschrieben. „Warum muss man das durch EU-Vorschrift regeln, wenn das auch so gut läuft“, kritisiert Zimmermann. (lie)

Bild: Horst-Günther Zimmermann, Wilhelm Schneemeier, Rainer Fürhaupter, Johannes Lörper für DAV, rechts Journalisten. (Quelle: lie)

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