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AGV bietet bei Tarifverhandlungen 4,3 Prozent bis 2018

29.04.2015 – beutelmann_agvDer Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen in Deutschland (AGV) hat in der zweiten Verhandlungsrunde für die Mitarbeiter der Versicherungswirtschaft ein erstes Angebot vorgelegt. Demnach sollen die Gehälter nach sechs Null-Monaten in jeweils drei Schritten um 4,3 Prozent angehoben werden.

Laut AGV-Angebot sollen die Gehälter der 173.000 Innendienstmitarbeiter und Auszubildenden der Versicherungswirtschaft jeweils am 1. Oktober zunächst um 1,6 Prozent, dann um 1,4 und schließlich 1,2 Prozent angeboben werden. Der neue Tarifvertrag soll rückwirkend ab 1. März 2015 für 36 Monate gelten.

Der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, AGV-Vorsitzender Josef Beutelmann, nannte das Angebot “angemessen und ausgewogen”. Es verschaffe den Versicherungsangestellten angesichts der niedrigen Inflationsrate einen deutlichen Reallohnzuwachs, obwohl die Branche im letzten Jahr bei den laufenden Beiträgen nur um 1,1 Prozent gewachsen sei und die Aussichten für 2015 nicht besser seien.

Beutelmann verwies zudem auf die hohe Vorbelastung für das Jahr 2015. Diese resultiere aus der letzten Tariferhöhung vor sechs Monaten. “Selbst wenn wir in diesem Jahr keinerlei Tarifsteigerung und keinerlei Einmalzahlung hätten, würden die tariflichen Personalkosten um 1,6 Prozent gegenüber 2014 steigen. Deshalb ist unser Spielraum begrenzt”, sagte Beutelmann.

Verdi-Verhandlungsführer Christoph Meister bezeichnete das Angebot hingegen als “nicht abschlussfähig“. Es müsse nachgebessert werden, weil die Tragfähigkeit der Branche höher sei (siehe KÖPFE).

Die Verhandlungen gehen am 22. Mai in die dritte und wohl entscheidende Runde. (vwh)

Bild: AGV-Verhandlungsführer Josef Beutelmann (Quelle: ak)

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