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6.000 Euro Schmerzensgeld für Zahnarztfehler

09.07.2014 – Zu früh hat ein Zahnarzt mit einer Folgebehandlung begonnen und dadurch bei einer Patientin für chronische Schmerzen und eine Knochenentzündung gesorgt. Dafür wurde er jetzt vom OLG Hamm zur Zahlung von 6.000 Euro Schmerzensgeld verurteilt.

Die Korrektur einer Kieferstellung mit einer Protrusionsschiene war 2003 noch nicht abgeschlossen, als ein Zahnarzt bei der Patientin bereits die Amalgamfüllungen entfernt durch ein Provisorium ersetzt hat. In der Folgezeit verstärkten sich die Zahnschmerzen der Klägerin. Die Klägerin erlitt eine Knochenentzündung im Oberkiefer, die im November 2003 stationär behandelt werden musste. Erst nach dem Entfernen der Provisorien des Beklagten verbesserte sich der Gesundheitszustand der Klägerin, bei zwischenzeitlich allerdings chronisch gewordenen Schmerzen.

Nach den Gutachten der vom Senat gehörten zahnmedizinischen Sachverständigen sei die Zahnbehandlung des Beklagten grob fehlerhaft gewesen. Der Beklagte habe die Klägerin provisorisch prothetisch versorgt, obwohl die Position des Unterkiefers durch die Schienentherapie noch nicht ausreichend gesichert gewesen sei. Dies sei erst der Fall, wenn ein Patient ein halbes Jahr beschwerdefrei gelebt habe. (vwh)

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