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340 Euro für die Gesundheit

15.08.2016 – EKG - Herzfrequenz Gesundheit - Quelle Allianz DeutschlandDie Deutschen sind zu dick, bewegen sich zu wenig und essen – zumindest teilweise – zu ungesund, konstatierte jüngst der aktuelle DKV Report 2016. Demnach leben nur elf Prozent wirklich gesund. Gleichzeitig geben sich die Bundesbürger bei den eigenen Gesundheitsausgaben nicht gerade knauserig, berichtet das Beratermagazin Value in seiner neuen Ausgabe.

So gaben die Bundesbürger nach Angaben des Statistischen Bundesamtes allein im Jahr 2014 knapp 328 Mrd. Euro für die Gesundheit aus. Dies entspricht etwa 4.050 Euro pro Einwohner und Jahr bzw. 337 Euro im Monat. Allerdings halten sich fast 50 Prozent dennoch für übergewichtig. Den Risiken durch zu viele Pfunde sind sie sich auch durchaus bewusst: Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes, Rückenschmerzen und viele andere Leiden sind auf Adipositas zurückzuführen.

Auch zwischen den Geschlechtern gibt es deutliche Unterschiede: So achtet das starke Geschlecht weniger auf den eigenen Körper und fällt gleichzeitig durch mehr Alkohol- und Tabakkonsum auf. Zudem bewegen sich Männer weniger und ernähren sich ungesünder.

80 Prozent der Männer kennen zudem die notwendigen Vorsorgeuntersuchungen, neun Prozent die Angebote zur Krebsvorsorge. Allerdings nur jeder Vierte geht auch tatsächlich zum Arzt, ergab eine Erhebung der GKV. Frauen denken weiter und gehen fürsorglicher mit ihrem Körper um. Nur jede 15. Deutsche hat noch keine Früherkennungsuntersuchung vorgenommen.

Ebenfalls interessant ist auch der vermeintliche Umstand, dass Männer weniger Schmerzmittel und signifikant weniger Psychopharmaka einnehmen als Frauen. Daraus ziehen Wissenschaftler den kaum verblüffenden Schluss, dass hier eine Unterversorgung in punkto psychische Erkrankungen vorliegen könnte (siehe DOSSIER).

Diese Erkenntnis deckt sich mit einer Untersuchung zum Thema Burnout bei Führungskräften. Jede vierte Führungskraft weist demnach eine starke vitale Erschöpfung auf, welche sich durch Müdigkeit, Energiemangel und Entmutigung bemerkbar macht. Einher geht dies zudem mit einem erhöhten Herzinfarkt-Risiko.

Dennoch geht die Zahl der Sportmuffel, Bewegungsverweigerer und so genannten “Couch-Potatoes” in Deutschland augenscheinlich weiter zurück. Zwar sind es immer noch rund ein Drittel aller Befragten, die sich mehr Bewegung gegenüber verweigern, aber vor fünf Jahren waren es mit knapp 44 Prozent erheblich mehr. (vwh/wo)

Lesen Sie den ausführlichen Beitrag zum Thema “Burnout” in der heute erscheinenden neuen Ausgabe von Value. Das Beratermagazin.

Bildquelle: Allianz Deutschland

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