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284 Mrd. Euro Steuereinnahmen im ersten Halbjahr

22.07.2014 – Steuern_Gerhardt_pixelioDie Konsumlage ist robust, die Steuereinnahmen sprudeln: Der Monatsbericht aus dem Finanzministerium prognostiziert, “der konjunkturelle Aufschwung in Deutschland hält an”. Die Steuereinnahmen (ohne reine Gemeindesteuern) sind im Juni 2014 im Vorjahresvergleich um 6,4 Prozent gestiegen. Während bei den Bundessteuern ein leichtes Minus von 3,4 Prozent fürs erste Halbjahr steht, sind die Einnahmen der Ländersteuern um 15 Prozent gestiegen.

Den größten Posten machen Umsatzsteuer mit knapp 100 Mrd. Euro (plus 4,7 Prozent im Vergleich zu 2013) und die Lohnsteuer mit knapp 80 Mrd. Euro (plus sechs Prozent) aus. Für das erste Halbjahr stellt das Finanzministerium einen Steuereingang von rund 284 Mrd. Euro (plus 2,5 Prozent) fest. Für das Gesamtjahr prognostiziert man 589 Mrd. Euro – jeweils ohne Gemeindesteuern wie Gewerbesteuer.

In kumulierter Betrachtung bis Juni 2014 lagen die Bundessteuern nunmehr um 3,4 Prozent unter dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Neben Mindereinnahmen bei der Stromsteuer (minus 14,1 Prozent) und der Kraftfahrzeugsteuer (minus 4,6 Prozent) ist es laut Bundesfinanzministerium vor allem die Erstattung der Kernbrennstoffsteuer in Höhe von 2,16 Mrd. Euro im Mai 2014, die das Halbjahresergebnis belastet.

In einer Betrachtung der wirtschaftlichen Lage, weisen die Beamten des Ministeriums auf Bremsspuren der industriellen Aktivität hin: “Die Produktion und die Umsätze in der Industrie sind vor allem aufgrund eines ungünstigen Mai-Ergebnisses in der Tendenz rückläufig.” Dem kräftigen Wachstum im Baugewerbe stelle sich nun der technische Gegeneffekt einer leichten Abschwächung gegenüber. “Aber auch Unsicherheiten, die sich aus den geopolitischen Krisenherden in der Ukraine und dem Irak ergeben, könnten die Unternehmen zur Zurückhaltung bewegt haben”, lautet das Fazit.

Vor allen Dingen binnenwirtschaftlich orientierte Wirtschaftszweige würden zur Verbesserung des Geschäftsklimas beitragen. Nach vorläufigen Berechnungen der Bundesbank fiel der Leistungsbilanzüberschuss im Zeitraum Januar bis Mai um 4,2 Mrd. Euro höher aus als vor einem Jahr. Neben der Zunahme des Handelsbilanzüberschusses (plus 1,9 Mrd. Euro) trug hierzu vor allem der Anstieg des Saldos der Dienstleistungsbilanz (plus 6,7 Mrd. Euro) bei. (vwh)

Foto: Mehreinnahmen sollen mitunter gespart werden – für einen ausgeglichenen Haushalt (Quelle: Gerhardt/ pixelio)

Link: Monatsbericht der Bundesfinanzministeriums

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