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Zweitmarkthändler fordern Informationspflicht

25.07.2014 – gdv_lv_in-zahlen_2014_150Das Volumen der stornierten Lebensversicherungen stieg im vergangenen Jahr um 1,9 Prozent, meldet der Zweitmarktaufkäufer Policen Direkt und beruft sich dabei auf GDV-Zahlen. Sie fordern, dass die Kunden bei einer Kündigung über die Möglichkeit des Policenverkaufs informiert werden. In der Realität ist das Storno der Lebensversicherer aber eher rückläufig.

Policen im Wert von 14,71 Mrd. Euro seien im vergangenen Jahr storniert worden, meldet Policen Direkt. Das sei bereits der vierte Anstieg in Folge. Aber Policen Direkt betrachtet nur das Volumen. Weil Verträge mit immer höheren Summen abgeschlossen werden, macht sich das auch in der Storno-Statistik bemerkbar. Gemessen an der Anzahl der Verträge betrug die Stornoquote im vergangenen Jahr 3,32 Prozent (Vorjahr: 3,48 Prozent). „Dies war der niedrigste Wert seit 1993“, stellt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft fest.

Bafin-Zahlen bestätigen, dass die Stornozahlen unauffällig sind, in der Tendenz sinkend. 2002 belief sich das Frühstorno auf 12,3 Prozent des Neugeschäfts, 2012 waren es nur noch 8,7 Prozent. Das Spätstorno sank nach Bafin-Zahlen im gleichen Zeitraum von 3,7 auf 3,5 Prozent.

Nach Angaben des Bundesverbandes Vermögensanlagen im Zweitmarkt für Lebensversicherungen (BVZL) e.V. betrug das Ankaufsvolumen im vergangenen Jahr unverändert 200 Mio. Euro. Der Zweitmarkt konnte kaum von dem Storno profitieren. Der Verband führt das auf die geringe Bekanntheit des Zweitmarkts zurück. (ba)

Bild: Ausschnitt aus dem Cover der aktuellen GDV-Broschüre LV in Zahlen (Quelle: GDV)

Link: GDV Broschüre: Die deutsche Lebensversicherung in Zahlen (18 Seiten PDF)

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