Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

- Anzeige -

Zweiter Gesundheitsmarkt boomt

05.09.2014 – gesundheitskonferenz_logoDie Gesundheitswirtschaft gehört in Deutschland zu den stärksten Branchen mit hohem Wachstumspotential. Heute treffen sich in Berlin hochrangige Vertreter von Wirtschaft, Gesundheitswesen und Forschung, um auf der 4. Gesundheitswirtschaftskonferenz über Zukunftsaufgaben zu beraten.

Eingeladen haben dazu der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel, (SPD) und der Bundesminister für Gesundheit, Hermann Gröhe (CDU). Sie betonen, dass heute rund jeder zehnte Euro des Bruttoinlandsprodukts vom Gesundheitsbereich erwirtschaftet wird und rund sechs Millionen Menschen dort arbeiten. Gleichzeitig muss sich die Branche auf enorme Herausforderungen vorbereiten. Dazu zählt vor allem die Frage nach ausreichend Fachkräften, aber auch die nach einer funktionierenden Innovationskultur.

Die Gesundheitswirtschaft setzt sich aus verschiedenen Akteuren zusammen. Der Kernbereich, auch erster Gesundheitsmarkt genannt, umfasst den Bereich der „klassischen“ Gesundheitsversorgung. Diese wird größtenteils geprägt durch die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV), die Private Krankenversicherung (PKV) – einschließlich Pflegeversicherung – sowie durch die Arbeitgeber in Form von Lohnfortzahlungen im Krankheitsfall, den Staat, der z.B. Beihilfe für Beamte und Pensionäre, Zuschüsse zur GKV zahlt, und weitere Sozialversicherungsträger.

Als zweiter Gesundheitsmarkt werden alle privat finanzierten Produkte und Dienstleistungen rund um die Gesundheit bezeichnet. Dabei ist die Zuordnung, welche Waren und Dienstleistungen einen Bezug zur Gesundheit aufweisen, nicht klar definiert und teilweise umstritten. Der zweite Gesundheitsmarkt umfasst nach allgemeinem Verständnis freiverkäufliche Arzneimittel und individuelle Gesundheitsleistungen, Schönheitsoperationen, Fitness und Wellness, Gesundheitstourismus sowie – zum Teil – die Bereiche Sport/Freizeit, Ernährung und Wohnen.

Die deutsche Gesundheitswirtschaft hat eine erhebliche ökonomische Bedeutung für den Standort Deutschland. Im Kernbereich der Gesundheitswirtschaft werden 70 Prozent der Ausgaben durch die sozialen Sicherungssysteme finanziert. Allein die Ausgaben der GKV betrugen im Jahr 2013 rund 194 Milliarden Euro (2012: 185 Mrd. Euro). Der Anteil der PKV an den Gesundheitsausgaben belief sich im Jahr 2011 auf rund 28 Milliarden. Euro. Im zweiten Gesundheitsmarkt werden knapp 59,5 Milliarden Euro umgesetzt (Stand: 2009). (epo)

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten