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Zunehmender Wettbewerb sorgt für niedrige Prämien

04.03.2015 – braeuchle1Der zunehmende Wettberweb der Versicherer in den Märkten der EMEA-Region (Europa, Mittlerer Osten und Afrika), drückt weiterhin auf die Prämien, so der Industrieversicherungsmakler Marsh im EMEA Insurance Market Report 2015. Demnach sind die Prämien für Kfz-Versicherungen in 25 der 34 untersuchten Länder entweder stabil geblieben oder um durchschnittlich zehn Prozent gesunken.

Auch bei den D&O-Versicherungen verzeichnete Marsh stabile oder sinkende Prämien. Nur in Tschechien und Russland stiegen diese 2014 an. Einen gegenläufigen Trend erwartet Marsh hingegen bei den Warenkreditversicherungen. Zwar waren die Prämien laut Marsh im vergangenen Jahr zwar rückläufig. Eine höhere Anzahl von Schadenfällen in Afrika und Osteuropa wird sich 2015 allerdings in höheren Prämien niederschlagen, prognostizierte der Versicherungsmakler.

Bei den deutschen Versicherungskunden mit guter Schadenhistorie geht Marsh in diesem Jahr von einer durchschnittlichen Prämienerhöhung bis zu zehn Prozent aus. Je nach Risikosituation, Branche und Schadenentwicklung seinen allerdings auch größere Erhöhungen möglich, teilte Marsh mit. Auch der anhaltende Wettbewerb zwischen den Versicherern, das niedrige Zinsniveau und das verbesserte Risikomanagement wirkt sich demnach positiv auf die Unternehmen aus. Vor allem mittelständische Unternehmen könnten laut Marsh mit Prämienreduzierungen in der Haftpflichtversicherung sowie verbesserten Versicherungsbedingungen rechnen.

Allerdings stieg die Nachfrage nach Deckungsschutz für politische Risiken bedingt durch die instabile politische Lage in großen Teilen der Welt bei Unternehmen in Deutschland weiter an. Unternehmen sollten dennoch politische Risiken noch stärker in ihrem Risikomanagement berücksichtigen und den Versicherungsschutz
antizyklisch abschließen, empfiehlt Marsh.

“Insgesamt betrachtet legen die Versicherer mangels Prämienerhöhungen ihr Augenmerk verstärkt auf die Risikobewertung und Auswahl ihrer Kunden. Die günstigsten Bedingungen werden somit nur Kunden angeboten, die ein überzeugendes Risikomanagement vorweisen können“, sagte Georg Bräuchle, Geschäftsführer von Marsh Deutschland. Allerdings können sich die Unternehmen auch 2015 “auf günstige Marktbedingungen einstellen: Der Wettbewerbsdruck unter den Versicherern in der EMEA-Region hält an, und die Entwicklung der Katastrophenschäden ist nach wie vor günstig”, so Bräuchle weiter. (vwh/td)

Bild: Georg Bräuchle (Quelle: Marsh)

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