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Zinsrisiken drängen Institutionelle in Aktien und alternative Investments

02.05.2014 – Allianz-GIAuf der Suche nach höheren Renditen planen institutionelle Anleger weltweit Umschichtungen in ihren Portfolios. Laut der jüngsten globalen RiskMonitor-Umfrage von Allianz Global Investors setzen sie dabei verstärkt auf Aktien und alternative Investments, im Gegenzug soll der Anteil von Staatsanleihen aus Industrieländern sinken. Rund 30 Prozent der befragten Investoren wollen den Anteil internationaler Aktien in ihren Portfolien auf Zwölf-Monatssicht erhöhen, nur sechs Prozent wollen den Anteil reduzieren.

Aktien aus Schwellenländern stehen ebenfalls auf der Kaufliste von 25 Prozent der Umfrageteilnehmer, nur acht Prozent wollen den Anteil dieser Anlageklasse reduzieren. Das Interesse an Aktien der jeweiligen Heimatmärkte ist deutlich geringer ausgeprägt: 21 Prozent planen eine höhere und 15 Prozent eine niedrigere Allokation. Eine tiefer gehende Betrachtung zeigt, dass selbst Anleger, die ihre Allokation im Rentenbereich nicht verringern wollen, Zukäufe bei internationalen oder Schwellenländeraktien planen.

Auch die Allokation von institutionellen Investoren in alternativen Anlageklassen dürfte auf Zwölf-Monatssicht steigen. 62 Prozent der Befragten sind der Auffassung, dass alternative Anlageklassen dazu geeignet sind, Renten- und/oder Aktienanlagen in einem diversifizierten Portfolio zu substituieren. Und rund die Hälfte der Befragten meint, dass Alternatives Anlegern dabei helfen, sich von der allgemeinen Marktvolatilität zu entkoppeln.

Der Anteil von Direktinvestitionen in Immobilien, von Private Equity und von Hedgefonds dürfte am ehesten in den Portfolien der Institutionellen wachsen – 18 Prozent, 15 Prozent respektive 14 Prozent der Befragten gaben an, die Allokation in den jeweiligen Anlageklassen erhöhen zu wollen. Anleger planen auch, den Anteil der relativ neuen Anlageklasse Infrastrukturanleihen im Portfolio zu steigern.

Allerdings sehen die Befragten gewisse Einschränkungen im Hinblick auf das ihnen zur Verfügung stehende klassische Instrumentarium zur Analyse und Management von Risiken für diese alternative Investments. Nur 20 Prozent der Befragten sind überzeugt davon, dass sie die Risiken von Alternatives adäquat messen, bewerten und managen können. Der Umfrage zufolge fällt dies Anlegern insbesondere bei Private Equity-Investitionen schwer.

Die größte Sorgen bereiten Anlegern Anleihen: mehr als die Hälfte der Befragten (57 Prozent) sieht die Wertentwicklung des eigenen Portfolios auf Zwölf-Monatssicht stark oder beträchtlich von Zinsrisiken bedroht. Nicht überraschend ist daher, dass mit 65 Prozent der Befragten ein Durations-Management als häufigste Risikomanagementstrategie genannt wurde, vor Diversifikation (59 Prozent) und dynamischer Asset Allokation (55 Prozent).

Tail- bzw. Extremrisiken, die in der letzten RiskMonitor Umfrage die meisten Anleger umtrieben, sind dagegen in der Wahrnehmung der Anleger weniger wichtig geworden und auf den vierten Rang gefallen: 31 Prozent sehen dieses Risiko als stark bzw. beträchtlich an. 70 Prozent der befragten Institutionen haben in den vergangenen Jahren daran gearbeitet, ihre Analysefähigkeit in dem Bereich zu verbessern und 60 Prozenz nutzen Risikobudgetierung, um sich vor Tail Risiken zu schützen.

Die Befragten in Europa gehen nicht davon aus, dass die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins bald wieder auf den langfristigen Durchschnitt anhebt, fast zwei Drittel der Befragten rechnen damit erst nach 2016. (vwh)

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