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Zahl der Aktienbesitzer erreicht neuen Tiefpunkt

13.02.2015 – BortenlaengerDie Zahl der Aktienbesitzer ist in Deutschland erneut um 500.000 gesunken. Für die Vermögensentwicklung der Deutschen ist das fatal, meldet das Deutsche Aktieninstitut. „Der erneute Rückgang der Aktionäre ist für die Aktienkultur in Deutschland ein herber Rückschlag“, kommentierte Christine Bortenlänger vom Deutschen Aktieninstitut die neuesten Zahlen.

Seit dem Höchststand im Jahr 2001 trennten sich damit fast 4,4 Millionen Anleger von Aktien und Aktienfonds. Trotz steigender Kurse an den Börsen sinkt die Zahl der Aktienanleger das zweite Jahr in Folge. Lediglich 8,4 Millionen Deutsche, das heißt rund 13 Prozent der Bevölkerung, sind am Aktienmarkt engagiert. Dies ist das Ergebnis der jüngsten Untersuchung des Deutschen Aktieninstituts zur Anzahl der Aktienbesitzer.

„Wenn die deutschen Haushalte nur ein wenig von ihrer konservativen Geldanlagestrategie abrückten, würden sie der negativen Vermögensentwicklung einen soliden Riegel vorschieben“, erklärt Christine Bortenlänger, Geschäftsführender Vorstand des Deutschen Aktieninstituts.

„Hätten die Anleger seit 2001 beispielsweise nur jeden vierten Euro, den sie Jahr für Jahr in Bankeinlagen gesteckt haben, in Aktien investiert, wäre das Geldvermögen aller Deutschen heute grob geschätzte 106 Mrd. Euro höher“. Pro Haushalt sind dies immerhin 2.600 Euro mehr.

„Eine höhere Aktienquote in deutschen Haushalten würde die negativen Auswirkungen der Niedrigzinsphase auf die Vermögensbildung und Altersvorsorge der Bürger abfedern“, betont Bortenlänger. Aus Sicht des Deutschen Aktieninstituts müssen deshalb aktienfreundliche Rahmenbedingungen eine Veränderung des Sparverhaltens der Deutschen unterstützen. „Die Politik muss in Bezug auf die Aktienanlage endlich umdenken. Sie hat eine ganze Reihe von Stellhebeln in der Hand, um die Vermögensbildung mit Aktien attraktiver zu machen“, fordert Christine Bortenlänger.

„Das fängt bei der Verbesserung der ökonomischen Allgemeinbildung an, geht weiter mit einer besseren Förderung von Mitarbeiteraktien und der Entbürokratisierung der Wertpapier- und Aktienberatung und endet bei attraktiveren steuerlichen Rahmenbedingungen.“ Die Finanztransaktionssteuer müsse hier auf jeden Fall ad acta gelegt werden. (vwh/ku)

Bild: Christine Bortenlänger, Geschäftsführender Vorstand des Deutschen Aktieninstituts (Quelle: DAI)

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