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Wohnmobile: Überladung ist häufige Unfallursache

09.06.2016 – siegfried_brockmann_gdvUnfälle mit Wohnmobilen sind vergleichsweise selten, aber oftmals schwer. In den meisten Fällen handelt es sich dabei vor allem um Auffahrunfälle, bei denen die Unfallgegner schwerer verletzt werden als die Insassen des Reisemobils selbst. Wesentliche Ursachen sehen die Unfallforscher der Versicherer (UDV) in einer aktuellen Studie vor allem in einer Überladung der Wohnmobile und einem schlechten Bremsverhalten.

Unfälle mit Schwerverletzten oder gar Todesopfern sind zwar eher selten, heißt es in der Studie weiter. Dafür seien die Folgen umso gravierender. Demnach waren allein 2014 bei den Unfällen mit Todesfolge lediglich vier Opfer Insassen von Wohnmobilen. Gleichzeitig erlagen elf Unfallbeteiligte ihren Verletzungen. Bei der Zahl der Schwerverletzten lag das Verhältnis laut UDV bei 44 zu 103.

Besonders häufig komme es laut UDV zudem auf Landstraßen sowie bei Auffahrunfällen zu tödlichen Unfällen. “Viele davon müssten nicht sein, wenn Wohnmobile mit Bremsen nahe am Pkw-Niveau ausgerüstet und Fahrzeuge oft nicht auch noch überladen wären”, sagt UDV-Leiter Siegfried Brockmann. Demnach seien Bremswege von 60 Metern nicht mehr zeitgemäß. Komme dann noch Ablenkung oder zögerliches Bremsen dazu, sei ein Auffahrunfall beinahe vorprogrammiert, so der Unfallforscher.

Ein sicherheitsrelevantes Problem sehen die Unfallforscher vor allem in der oftmals falschen Beladung der Wohnmobile. So hätten Verkehrskontrollen gezeigt, dass etwa die Hälfte aller Campingfahrzeuge überladen war und sogar jedes neunte Fahrzeug gar nicht mehr weiterfahren durfte. (vwh/td)

Bild: UDV-Leiter Siegfried Brockmann (Quelle: GDV)

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