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Wiesn-Mikro-Police in der Lach-Kritik

26.09.2014 – oktoberfest_150Die Versicherungsbranche kann es niemandem Recht machen: Kaum lanciert schon kritisiert, die von der Bayerischen pünktlich zum Start des 181. Oktoberfestes in München aufgelegte Wiesn-Schutzversicherung hat die Kritik von Verbraucherschützern provoziert. Zu teuer sei sie, lautet der Vorwurf und die Leistungen seien zu gering, so die Stiftung Warentest in ihrer Klage.

Ausnahmezustand Oktoberfest: Da kann ein Bierkrug aufgrund von Verständigungsproblemen durchaus auch einmal auf dem eigenen Hinterkopf landen oder, wegen alkoholbedingter Desorganisation, die Papiere und Geldbörse abhanden kommen. Ärger und Kosten sind vorprogrammiert. Mit fünf Euro und neunundneunzig Cent für das 24-Stunden-Rund-um-Sorglospaket der Bayerischen Versicherung lassen sich solche Gefahren online, per Smartphone als Mikroversicherung eingrenzen. Für kaum sechs Euro also, zum Preis einer halben Maß Bier, oder für Abstinenzler, zum Preis von sechs Schuß am Schießstand kann sich der Besucher spontan absichern. In dieser Situation empfiehlt die Stiftung Warentest lieber eine ganzjährige Unfallversicherung für 120 Euro abzuschließen. Die sei aufs Jahr gerechnet viel billiger. Nach dieser Analogie wären alle Einzelportionen, wie sie speziell für die Reise z.B. angeboten werden, zu teuer und damit überflüssig, wäre von Dosenmilch-Portionen abzuraten, weil zu teuer usw. und so fort. Besondere Ereignisse erfordern aber besondere Lösungen. Die Bayerische bietet mit ihrem Produkt eben eine “Tagesportion”-Versicherungsschutz an. Ein Modell mit großem Potenzial, wie der Blick nach Asien beweist, und zur Nachahmung empfohlen. (ak)

Bild: Haupteingang zum Oktoberfest. (Quelle: ak)

Links: Wiesnauftakt: Versicherungs-App für Bierseelige, Wiesn-Schutz, Stiftung Warentest: Oktoberfest Versicherung ist zu teuer

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