Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

Wichtiger Wirtschaftszweig – der US-amerikanische Versicherungsmarkt

23.02.2015 – 402959_web_R_by_S. Thomas_pixelio.deDie amerikanische Wirtschaft boomt. Im dritten Quartal 2014 lag das Wirtschaftswachstum bei fünf Prozent, so hoch wie seit elf Jahren nicht mehr. Vor allem eine robuste Entwicklung der Beschäftigungsquote und der rapide gesunkene Ölpreis sind die treibenden Wachstumskräfte, heißt es im aktuellen US Economic Outlook von Swiss Re. Das Vertrauen der Amerikaner in die eigene Wirtschaft und ihre Konsumlaune sind aktuell groß, die Swiss Re-Ökonomen erwarten für die nächsten Monate sogar einen weiteren Konsumanstieg.

Auch die amerikanische Versicherungswirtschaft präsentiert sich mit guten Zahlen. Seit 2010 nehmen nach Angaben des Insurance Information Institute (III) die jährlichen Nettoprämieneinnahmen der P&C-Versicherer zu. 2013 lagen sie bei 481,2 Mrd. Dollar. Der Trend setzte sich auch im vergangenen Jahr fort. In den ersten neun Monaten des Jahres 2014 stiegen die Nettoprämieneinnahmen im P&C-Sektor um 3,9 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode. Allerdings nahmen auch die Deckungsansprüche zu, so dass sich die Combined Ratio auf 97,7 Prozent (95,8 Prozent) verschlechterte.

Die gängigsten Sachversicherungen in den USA sind Auto-, Wohngebäude- und gewerbliche Versicherungen. Den größten Marktanteil (10,3 Prozent) verzeichnet dabei die State Farm Mutual Automobile Insurance. In der Wohngebäudeversicherung hat sie sogar 20,8 Prozent und in der privaten Kfz-Versicherung 18,5 Prozent Marktanteil. Zweitgrößter P&C-Versicherer nach Prämieneinnahmen ist die Liberty Mutual (5,3 Prozent).

In den Sparten Leben, Rente und ­Unfall (Life&Health) lagen die gesamten Prämieneinnahmen 2013 bei 560,3 Mrd. Dollar und damit etwas unter dem Vorjahresniveau (626 Mrd. Dollar). Der Life&Health-Sektor wird von Lebens- und Renten­versicherungen dominiert, so das III. Größter Lebensversicherer ist die MetLife (14,9 Prozent Marktanteil) gefolgt von Prudential (7,3 Prozent).

Die Netto-Prämieneinnahmen der gesamten amerikanischen Versicherer beliefen sich damit auf über eine Billion Dollar. Für 2015 sind die Experten des III zuversichtlich, dass die Versicherungsbranche ihre starke Position in der amerikanischen Gesamtwirtschaft weiter verbessern kann. Hauptargument ist die weitere Erholung des Arbeitsmarktes, die für 2015 erwartet wird. Sollten 2015 ebenso viele neue Arbeitsplätze geschaffen werden wie 2014, gibt es zum Jahresende fast sechs Millionen Jobs mehr als Ende 2013. (siehe DOSSIER) (jko)

Bildquelle: S. Thomas / pixelio.de

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten