Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

- Anzeige -

In wichtigen aufstrebenden Märkten steigen die Risiken

09.05.2014 – broeckelmann-150„Konjunkturelle Belebung in Industriestaaten und steigende Risiken in einigen aufstrebenden Märkten“, fasste Dirk Bröckelmann, Economic Research Coface Deutschland, die aktuelle Situation und seinen Ausblick auf dem diesjährigen Kongress „Länderrisiken“ vor schätzungsweise 500 Zuhörern zusammen. Anders als bei Ratingagenturen, die ihre Bewertungen auf die allgemeine Liquidität und Bonität der Länder stützen, greift Coface auf eigene Erfahrungen mit Unternehmen zurück.

Auf- und Abstufungen von Ländern oder deren Aufnahme in die Watchlist geben immer mehr international operierenden Unternehmen und deren Versicherern deutscher Provenienz wichtige Signale. Mit rund 200 Mrd. Euro hat Deutschland im Jahr 2013 den höchsten Exportüberschuss seiner Geschichte erzielt. Er liegt bei über sieben Prozent des Bruttoinlandsprodukts und damit absolut betrachtet höher als in jedem anderen Land der Welt, stellte der Chefvolkswirt der OECD bereits Anfang des Jahres auf einer Coface Länderrisikokonferenz in Paris fest.

Zwischenzeitlich hat Coface Großbritannien und die USA hochgestuft und wegen konjunktureller Belebung für etliche Industrienationen auch die Bewertung des Geschäftsumfeldes aktualisiert. Die USA finden sich jetzt in der besten Risikokategorie A1. Die Wirtschaft wachse dynamisch und auf breiter Basis. Dabei profitiere das Land sowohl von der anhaltenden Nachfrage der privaten Haushalte als auch von der Widerstandskraft der Unternehmen, lautete die Begründung. Sie sei bei einer relativ niedrigen Schuldenlast wieder so profitabel wie vor der jüngsten Krise.

Das Vereinigte Königreich wurde gleichfalls hochgestuft und ist nach zwei Jahren wieder zurückgekehrt in A3 mit positivem Ausblick. Dagegen steigt das Risikopotenzial in einigen Schwellenländern. „Die wichtigsten Schwellenländer wachsen zwar weiterhin, aber deutlich langsamer“, stellte Bröckelmann fest. „Besonders zwei Bric-Staaten leiden unter nachlassenden Investitionen. In Brasilien, das wir in A4 herabgestuft haben, kommen neben dem schwächeren Konsum auch strukturelle Probleme hinzu. In Russland verstärken die geopolitischen Spannungen die Probleme der ohnehin geschwächten Wirtschaft.“ Die B-Bewertung wurde mit negativem Ausblick versehen. (ebu)

Foto: Researcher Dirk Bröckelmann analysiert mit Coface Länderrisiken (Quelle: Coface)

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten