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Westliche Versicherer profitieren vom Reiseboom der Chinesen

01.06.2015 – flughafen_shanghai_hyImmer mehr Chinesen reisen ins Ausland. Statistiken zufolge hat die Anzahl der chinesischen Touristen Ende November 2014 die Marke von 100 Mio. erreicht. Zum Vergleich: Es gab in 1998 nur etwa acht Mio. ins Ausland reisende Chinesen. Einige chinesische Versicherer witterten darin neue Geschäftschance und brachten eine Auslandsreise-Krankenversicherung auf den Markt.

Die Produktpalette ist sehr bunt. Man kann für umgerechnet vier Euro bis 30 Euro pro Tag für verschiedene Leistungsfälle versichern lassen. Die Versicherungssummen variieren zwischen mehreren tausend und hunderttausend Euro. Allerdings scheinen die chinesischen Reisenden kein großes Interesse für den Versicherungsschutz der einheimischen Anbieter zu haben.

Nach einem Bericht der Zeitung The 21. Century Economics schließen nicht einmal zehn Prozent der Chinesen solche Policen ab. Im Gegensatz scheinen sich jedoch die Auslandsreise-Policen einiger Versicherer aus dem Westen besser verkaufen zu lassen. Zum Beispiel die Auslandsreise-Krankenversicherung von der Allianz China, Axa China oder von AIG.

Der Grund liegt vermutlich darin, dass der Deckungsumfang von den westlichen Versicherern viel breiter als die Produkte von den einheimischen ist. Bei den Produkten der Allianz gibt es z.B. keine obere Grenze für die Krankentransportkosten. Die Axa bietet zusätzlich in der Auslandsreise-Krankenversicherung noch den Schutz gegen Verlust von Handys oder Notebooks.

Zudem glauben die Chinesen im Allgemeinen, dass die Versicherer aus dem Westen ein breites Netzwerk für die Krankenversorgung im Ausland und viel mehr Erfahrungen auf diesem Gebiet als die einheimischen Anbieter hätten. (hy)

Bild: Flughafen Schanghai (Quelle: hy)

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