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Weniger Festgeld: Schweizer Lebensversicherer trotzen Niedrigzins

26.03.2015 – Kalb_FitchSchweizer Lebensversicherer zeigen sich gegenüber den Auswirkungen der Niedrigzinspolitik resistenter als die europäischen Mitbewerber. Als Grund gibt Stephan Kalb, Analytiker bei der Rating-Agentur Fitch Ratings, an: Schweizer Lebensversicherungen hatten rund 61 Prozent ihrer Vermögen in festverzinslichen Anlagen wie Obligationen angelegt. Deutsche Versicherer haben mit 89 Prozent weitaus mehr in Renten.

Die extrem niedrigen bis sogar negativen Zinsen machen europäischen Versicherungen derzeit schwer zu schaffen. Dies gelte vor allem für Lebensversicherungen, sagte Kalb im Interview mit der Neuen Züricher Zeitung.

Seine Analyse für die Sachversicherung unterscheidet sich grundlegend: Hier würden im eigentlichen Versicherungsgeschäft Gewinne geschrieben, weswegen die Niedrigzinssituation nicht die derart ausgeprägten Folgen hätten.

Schweizer Lebensversicherungen hatten laut Finanzmarktaufsicht Finma Ende 2013 rund 61 Prozent ihrer Vermögen in festverzinslichen Anlagen wie Obligationen angelegt. Im europäischen Vergleich sei dies sogar eher wenig, sagte Kalb. In vielen Ländern liege diese Quote zwischen 80 und 85 Prozent, schreibt die NZZ.

Der GDV gibt in seiner Struktur der Kapitalanlagen der Lebensversicherer für 2013 an, dass 88,7 Prozent in festverzinslichen Anlagen befinden. (vwh/ku)

Bild: Stephan Kalb, Senior Director und Leiter des deutschen Versicherungsteams von Fitch Ratings in Frankfurt/Main. (Quelle: Fitch)

Link: Das vollständige Interview mit Stephan Kalb

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