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Wenig versicherte Schäden durch Bahn-Streik

10.11.2014 – gleise-bahngleiseDer Streik bei der Bahn führt nur in geringem Umfang zu versicherten Schäden. „Die Auswirkungen des Bahnstreiks auf die Lieferketten können größtenteils mit der Nutzung von Lastwagen aufgefangen werden“, sagt Marc Höllering, Fachbereichskoordinator Sach bei Marsh.

Bei Streik und anderen politischen Risiken greifen die standardmäßigen Betriebsunterbrechungsdeckungen nicht. Industrieunternehmen müssen sich dafür Extended Coverage einkaufen oder eine Lieferketten-Deckung. Dieses Produkt wurde eingeführt, nachdem das Hochwasser in Thailand zu Unterbrechungen in den Lieferketten geführt hatte. „Versorgungsengpässe, die zu Lieferverzögerungen oder gar Ausfällen führen, ziehen enorme Kosten nach sich“, warnte Zurich-Deutschland-Spezialist Peter Sprengart in Value 3/2014.

Bislang haben nur eine Handvoll Industrieunternehmen Lieferdeckungen gekauft. Laut Marc Höllering liegt die Zahl der Unternehmen im zweistelligen Bereich. Industrie-Unternehmen scheuen davor zurück, den Versicherern ihre Lieferketten en détail vorzulegen. „Hier muss und wird sich noch einiges tun“, gibt sich Sprengart in Value überzeugt. Nach Einschätzung von Höllering lässt auch der Preis die Versicherungseinkäufer zurückschrecken. „Diese Deckungen sind derzeit relativ kostspielig“, sagt der Marsh-Mann. „Wir sprechen darüber mit unseren Kunden und empfehlen eine mehrstufige Vorgehensweise, beginnend mit einer Risikoanalyse an deren Ende verschiedene Risikomanagementmaßnahmen bis hin zu einer Versicherungslösung stehen können.“ (ba)

Bild: Stillstand auf den Bahngleisen während des Streiks in der vergangenen Woche. (Quelle: ak)

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