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Weltweiter Versicherungsmarkt: Schwellenländer bleiben weiter Wachstumsmotor

05.05.2015 – Der weltweite Versicherungsmarkt wird 2015 von einem besseren konjunkturellen Umfeld in den Industrieländern profitieren. Allerdings dämpfen der starke Wettbewerb in der Schaden- und Unfallversicherung und das anhaltende Niedrigzinsumfeld mit seinen Auswirkungen auf die Lebensversicherung das erwartete Prämienwachstum, auch wenn die Niedrigzinsen dort insbesondere die Erträge treffen, schätzt die Munich Re.

Das nominale Prämienwachstum soll 2015 inflationsbereinigt drei Prozent betragen und damit etwa dem Wachstum der Weltwirtschaft entsprechen, wie aus dem aktuellen Insurance Market Outlook von Munich Re hervorgeht. Im kommenden Jahr dürfte das nominale Wachstum demnach bei 4,3 Prozent liegen und inflationsbereinigt mit drei Prozent ungefähr dem Niveau von 2015 entsprechen.

“Das globale konjunkturelle Umfeld wird sich in diesem und im kommenden Jahr verbessern, auch wenn sich die Wachstumserwartungen in den Schwellenländern etwas abschwächen”, kommentierte Michael Menhart, Chefvolkswirt von Munich Re. “Der Wettbewerb und das Niedrigzinsumfeld belasten den Versicherungsmarkt insbesondere in den Industrieländern auf der Ertrags-, aber auch auf der Umsatzseite. Die Wachstumsperspektiven für die Versicherungswirtschaft in den aufstrebenden Ländern Asiens, Südamerikas und Afrikas sind trotz leichter Abschwächung weiter gut.”

Globaler Versicherungsmarkt bis 2025

(Klicken zum Vergrößern) Grafik: China hat hinter den USA den größten Anteil am globalen Prämienzuwachs (Quelle: Munich Re)

Insbesondere im Schaden/Unfall-Geschäft in den Industrieländern nimmt der Wettbewerb zu, so die Analyse der Munich Re, während die Erstversicherungsprämien in den Schwellenländern in diesem und im kommenden Jahr um durchschnittlich knapp 7,5 Prozent (inflationsbereinigt 6,5 Prozent) wachsen dürften. In der Lebensversicherung werden die Prämien in den Industrieländern bis 2016 nur um etwa drei Prozent (inflationsbereinigt gut zwei Prozent) zulegen.

Wachstumsmotor für die weltweite Lebensversicherung bleiben laut Munich Re ebenfalls die Schwellenländer, auch wenn sich hier ein allmähliches Ende der zweistelligen Wachstumsraten abzeichnet. (vwh/ku)

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