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“Welt vernetzt sich völlig neu”

01.10.2015 – Digital_by_Klicker_pixelioMit der Digitalisierung “bricht eine neue digitale Gründerzeit an: Wettbewerbsfähig bleibt, wer Wagniskapital mit neuen Ideen verbindet”, sagt Henning Vöpel, Direktor des WeltWirtschaftsInstitut (HWWI), bei der Vorstellung der aktuellen Studie zur Digitalökonomie. Vor allem Deutschland müsse sein bislang erfolgreiches Wirtschaftsmodell “vor dem Hintergrund der Digitalisierung und desdemografischen Wandels erneuern”.

Demnach sei die nächste Stufe des digitalen Wandels vor allem durch zwei wesentliche Elemente gekennzeichnet: die Kommunikation zwischen Maschinen und die intelligente Auswertung von großen Datenmengen (Big Data). Zudem ermöglichten die neuen digitalen Anwendungen zunehmend auch branchenfremden Unternehmen in andere Märkte vorzudringen und etablierte Strukturen zu verändern. Die Folge: Alte Geschäftsmodelle geraten unter Druck.

“Neue Geschäftsmodelle werden die Struktur bestehender Märkte grundlegend verändern. Die Verknüpfung unterschiedlicher Branchen wird zunehmen; klassische Marktgrenzen werden sich mehr und mehr aufheben”, sagt Jörn Quitzau, Volkswirt bei der Berenberg-Bank. “In der Digitalökonomie werden Märkte geschaffen, die nach dem Prinzip ‘The winner takes it all’ funktionieren. Schnelligkeit ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für Unternehmer und Unternehmen, denn es besteht die Aussicht auf globale marktbeherrschende Stellungen. Das aktuell rasante Tempo der Veränderung kann damit maßgeblich erklärt werden”, ergänzt der Experte.

Für Deutschland beziffern die Experten das zusätzliche Wertschöpfungspotenzial durch die Industrie 4.0 bis 2030 auf etwa 17 bis 25 Mrd. Euro jährlich. Zudem trage die Digitalisierung auch zur neuen Dynamik etwa in der Automobilindustrie oder dem Mobilitätsmarkt. Allerdings könne “nicht ausgeschlossen werden, dass die Digitalisierung der Wirtschaft deutlich mehr Arbeitsplätze vernichten wird als neue Stellen geschaffen werden”, ergänzt Quitzau. “Die Lernfähigkeit von Computern und die Auswertung von Big Data können dazu führen, dass auch Arbeitsplätze für Höherqualifizierte gefährdet werden”, warnt der Berenberg-Volkswirt. (vwh/td)

Bildquelle: Klicker / pixelio.de

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