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Was Digitalisierung wirklich bedeutet

14.01.2016 – jochen_hazum_storymakerVon Jochen Razum.

Viele Entscheider in der Versicherungsbranche verstehen unter Digitalisierung vor allem das Scannen und elektronische Speichern von Vertragsunterlagen. Doch das war nur der Anfang. Heute und in den kommenden Jahren revolutioniert der digitale Wandel die komplette Kommunikation und Interaktion mit den Kunden.

Wer hat eigentlich etwas davon, wenn Versicherungsnehmer nach einem Verkehrsunfall mit Blechschaden den Hergang auf Papier schildern und dabei eine Zeichnung per Hand anfertigen müssen? Ist es nicht für alle Beteiligten viel einfacher, wenn der Kunde seine Schadensmeldung gleich online in einem Versicherungsportal vornehmen und dabei mit dem Smartphone aufgenommene Fotos hochladen kann? So eindeutig die zweite Frage mit Ja zu beantworten ist, so schwierig ist die Antwort auf die erste Frage – zumindest aus Sicht des Kunden.

Kenner der Versicherungsbranche hingegen wissen, dass es vor allem die neuen, flexibel agierenden Direktversicherer sind, die von den eingefahrenen Prozessen der etablierten Anbieter profitieren. Durch die konsequente Nutzung digitaler Technologien für die Kundegewinnung und Kundenverwaltung sind die Herausforderer nicht nur in der Lage, ihre Leistungen deutlich günstiger anzubieten. Sie erreichen die strategisch wichtigen jungen und wechselwilligen Zielgruppen auch viel schneller und direkter. So können Kunden per Smartphone und Tablet PC beispielsweise erst einmal die Kosten einer Hausratversicherung kalkulieren und diese dann gleich online abschließen.

Für die traditionellen Anbieter heißt es deshalb ebenfalls: Weg vom Papier und von langwierigen Kommunikationsprozessen, hin zu digitaler Omnichannel-Kommunikation. Dabei bestimmen die Kunden selbst, wann und wie sie mit ihrem Versicherer in Kontakt treten. Das Problem der Versicherer: Ihre vorhandenen IT-Systeme sind zumeist nicht in der Lage, eine solche zeitgemäße Kundenkommunikation zu unterstützen. Und ein Umbau kommt aus wirtschaftlichen Gründen nicht in Frage.

Was Versicherungen in dieser Situation brauchen, sind Kommunikationslösungen, die sich in ihre Altsysteme integrieren lassen. So können sie die IT-Investments der Vergangenheit weiter nutzen und gleichzeitig effizienter und effektiver kommunizieren. Moderne Technologien sorgen dabei unter anderem automatisch dafür, dass die Daten aus den Altsystemen auf jedem Endgerät optimal dargestellt werden. Angesichts solcher Möglichkeiten bleibt nur noch die Frage, welche Versicherung darauf verzichten kann, sie zu nutzen (siehe DOSSIER).

Bild: Jochen Razum ist Vicepresident Sales and Operations Central & Eastern Europe (CEE), GMC Software Technology. (Quelle: Storymaker)

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