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VW und die Sorge um die Kreditqualität

29.09.2015 – chris_iggo_axaDie negativen Schlagzeilen rund um Volkswagen könnten sich auch auf die Kreditqualität der Unternehmen auswirken. “Investoren werden dies auch auf andere Unternehmen übertragen, die Dieselfahrzeuge verkaufen – und auf die Zulieferer, die sie dabei unterstützen. Was zunächst wie ein unternehmensspezifisches Ereignis aussieht, kann sich zu einem größeren Bonitätsproblem auswachsen”, befürchtet Axa Investment Manager Chris Iggo.

So schlage sich allgemein ein negatives Sentiment auf dem Anleihemarkt in Sorgen um die Bonität der Emittenten nieder, ergänzt der Axa-Experte. “Ein antizyklischer Investor könnte argumentieren, dass diese Sorgen in den Industrieländern übertrieben sind und wir uns lieber mit dem Zinsänderungsrisiko beschäftigen sollten, zumindest in den USA und Großbritannien”, so Iggo.

Außerdem sei es zu einfach, problematische Unternehmensnachrichten aus diesem Bereich als Einzelfälle abzutun. Volkswagen sei derzeit ein entsprechend Beispiel dafür. So gehe es nicht um das zugrunde liegende Geschäftsmodell, die Produkte oder Absatzmärkte, sondern vielmehr um schlechte Unternehmensführung und unglückliche Entscheidungen, betont Iggo.

Zudem habe der Skandal um die manipulierten Diesel-Abgaswerte aber auch klare Implikationen für die Finanzkraft des Konzerns – beispielsweise durch Strafzahlungen oder Aufwendungen für die Nachbesserung von Millionen von Fahrzeugen, den Ruf des Unternehmens und künftige Ertragsströme, ergänzt der Axa-Experte. (vwh/td)

Bild: Chris Iggo, CIO Fixed Income bei Axa Investment Managers (Quelle: Axa)

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