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Vertragslücke bei Suizid kostet Versicherer Milliarde

19.05.2014 – pillenKoreanische Lebensversicherer müssen tatsächlich knapp eine Mrd. US-Dollar für Selbstmordfälle nachbezahlen. Die oberste Finanzbehörde (FSS) wird ein entsprechendes Urteil des Verfassungsgerichts umsetzen.

Ein Fehler in Versicherungspolicen zwischen 2003 und 2010 kommt die Versicherungswirtschaft teuer zu stehen. Denn bis April 2010 wurde ein Suizid auszahlungstechnisch behandelt wie ein tödlicher Arbeitsunfall oder eine Naturkatastrophe – laut Vertrag mir fast doppelter Auszahlungssumme. Bis zur Korrektur der fehlerhaften Passage seien die Beträge allerdings nicht ausbezahlt worden. Die FSS hatte nun darüber zu entscheiden, ob es sich um einen reinen Formulierungsfehler handelt, der dann laut Oberstem Gerichtshof wie andere fehlerhafte Passagen aus der Standardvorlage ohne Auswirkung bleibt. Laut FSS sind 90 Verträge aus diesem Zeitraum betroffen.

Yonhap News Agency berichtet, dass die FSS nun angekündigt hat, die betroffenen Firmen zur Auszahlung aufzufordern. Neben ING Life seien fast alle koreanischen Versicherer inklusive Samsung Life Insurances, Kyobo Life Insurance und Hanwha Life betroffen. (vwh/ku)

Foto: Fehlerhafte Policen – Auch Selbstmord durch Überdosis wurde in Korea mitunter als Unfall behandelt. (Quelle: meerlap/ sxc)

Link: Korea: Vertragstechnischer Unfall bei Selbstmördern (Tagesreport, 28.04.2014)

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