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Versicherungsschutz mit christlichen Werten

17.04.2014 – frauenkirche-150Am 20. April feiert die christliche Welt mit dem Ostersonntag einen ihrer höchsten Feiertage. Viele Gläubige besuchen an diesem Tag die Gottesdienste in Stadt und Land. Um das Seelenheil ihrer Mitglieder kümmern sich die Kirchen, aber auch für materielle Risiken haben sie in aller Regel vorgesorgt. Kirchlicher Versicherungsschutz ist wohl organisiert, fein strukturiert und ausgesprochen komplex.

So haben die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) sowie zahlreiche katholische Bistümer umfassende Broschüren herausgegeben, in denen die zu versichernden Risiken mit ihren Möglichkeiten für die einzelnen Gliederungen beschrieben werden. Das reicht von der Gebäude-, über die Haftpflicht- und Vertrauensschadenversicherung bis hin zur Altersvorsorge und zu biometrischen Risiken.

Sehr offen kommuniziert zum Beispiel die katholische Diözese Köln über ihre Sammelversicherungsverträge mit den einzelnen Risikoträgern. So erfährt man im Internet, dass die Gebäude, das Inventar, Glas, die Betriebs-/Umwelt-Haftpflicht und die Dienstreise-Haftpflicht bei der Provinzial Rheinland abgeschlossen wurden, die Elektronik für Kirchengemeinden und das Erzbistum bei der Axa, die Vermögensschaden-Haftpflicht bei Ergo und Unfall bei der Gothaer. Die Namen dieser Versicherer tauchen auch immer wieder bei Mitteilungen anderer Gliederungen der Kirchen auf. Nicht veröffentlicht wird dagegen das Prämienvolumen.

Die Unternehmensgruppe „Versicherer im kirchlichen Raum (VRK)“ gehört mehrheitlich zur Huk-Coburg und besteht aus der Bruderhilfe Sachversicherung AG, der Familienfürsorge Lebensversicherung AG sowie der Pax-Familienfürsorge Krankenversicherung AG. Die VRK bietet nach eigenen Angaben ökumenischen Versicherungsschutz für Einzelpersonen in der Lebens- und Krankenversicherung, ebenso wie in den Sachsparten. Kirchliche Gebäude und Anlagen werden allerdings nicht versichert. Der Bereich der evangelischen Landeskirchen erhält über Kollektivverträge günstigen Versicherungsschutz. Der Mehrheit der katholischen Bistümer und den diözesanen Caritasverbänden können durch Rahmenverträge Sonderkonditionen für ihre Mitarbeiter offeriert werden. Über ein umfassendes Spenden- und Sponsoring-Engagement fließen Teile des erwirtschafteten Kapitals zurück in kirchliche und soziale Projekte. Zwei Beispiele belegen die auf den individuellen Bedarf ausgerichteten Angebote. So beinhaltet die Privathaftpflicht Classic ehrenamtliche Tätigkeiten im kirchlichen oder karitativen Bereich ohne Mehrbeitrag. Außerdem gibt es spezielle Angebote für Menschen mit geistigen Behinderungen. Auch Sonderwege sind möglich, wie die Absicherung neu eingestellter Mitarbeiter ohne Gesundheitsprüfung und Wartezeiten.

Die Versicherungsgruppe Hannover (VGH), schützt durch Sammelversicherungsverträge u.a. die wesentlichen Sach-Risiken im Bereich des Bistums Hildesheim und der Evangelischen Landeskirche Hannover, also auch die Gebäude. Das hat teilweise historische Gründe: Die Wurzeln der VGH wurden im niedersächsischen Kloster Loccum gelegt. Weitere Risikoträger im Markt der kirchlichen Versicherer sind oftmals regional starke öffentlich-rechtliche Versicherer, wie die Versicherungskammer Bayern oder der BGV/Badische Versicherer. Auch die Allianz gilt als ein sehr starker Kirchenversicherer.

Das Kirchen-Geschäft läuft überwiegend über freie Vermittler. Eine Schlüsselrolle beim Thema Versicherungen kommt dabei der Ecclesia Versicherungsdienst GmbH und ihren Tochtergesellschaft Union Versicherungsdienst GmbH zu. An dem in Detmold ansässigen Makler – Gesellschafter sind die Evangelische Kirche, das Diakonische Werk und der Caritasverband – kommt kaum eine kirchliche Institution vorbei. Ecclesia betreut 19 der 22 Gliedkirchen der EKD sowie diverse Diözesen der katholischen Kirche. Eine Besonderheit stellt das „CCB Competence Centrum Behindertenhilfe“ der Union dar, einer Dienstleistung für die gesamte öffentliche und freie Wohlfahrtspflege in Deutschland sowie für alle Menschen mit Handicap und chronisch Kranke. Hier wird das Know-how für Menschen mit Behinderung oder chronischen Krankheiten ausgewertet und zusammengefasst, um es für die Mitgliedseinrichtungen des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes und alle in der Behindertenhilfe Tätigen nutzbar zu machen. Union verfügt über langjährige Erfahrungen in der Gestaltung von Versicherungsschutz für Behinderteneinrichtungen.

Außerdem gibt es eine Reihe weiterer Makler, die ihre Betreuungs- und Service-Angebote speziell auf die Kirchen ausgerichtet haben. (wo)

Bild: Ist nicht nur Ostern gut besucht: Die Frauenkirche in München. (Quelle: ak)

Link: DOSSIER

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