Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 
- Anzeige -

“Versicherung muss dramatisch einfacher werden”

29.01.2014 – Die seit mehr als fünf Jahren andauernde Finanzkrise hat auch vor der Versicherungswirtschaft nicht halt gemacht und zog sich wie ein roter Faden durch die Vorträge des SZ-Versicherungstages am 27. und 28. Januar auf Schloss Bensberg. Vor den rund 120 Zuhörern wurden Szenarien für die Zukunftsfähigkeit der Versicherungswirtschaft aufgezeigt, die optimistisch stimmen.

Wolfgang Weiler, Vorstandssprecher der Huk-Coburg Versicherungsgruppe, unterstrich in seinem Beitrag, dass die Themen Transparenz und Verbraucherschutz die Herausforderungen für sein Unternehmen bestimmen würden. “Wir sind  prozess- und nicht vertriebsgetrieben. Kunden kommen zu uns und nicht wir zu ihnen, das unterscheidet uns im wesentlichen von anderen Versicherern.” Weiler erwartet, dass die Zahl der Vermittler in den nächsten Jahren zurückgehen  werde. Dieser Feststellung ging die  Aussage von Stephan C. Maier, Geschäftsführer der Innovalue Management Partner GmbH, voraus, dass in der Versicherungsbranche nichts so bleibe, wie es in den letzten 30 Jahren war: “Versicherung muss dramatisch einfacher werden.” Die Anforderungen der Kunden veränderten sich, Kostensenkungsprogramme  würden an ihre Grenzen stoßen, die Organisationen seien zu komplex.

Dem widersprach Torsten Utecht, Vorstandsmitglied der Generali Deutschland: “Wir haben mit den Generali Versicherungen einen Mulit-Kanal-Vertrieb, außerdem den Alleinvertrieb der DVAG mit der Aachen Münchener Versicherung und für das Internet die Cosmos. Vereinfachung ist aus unserer Sicht nicht immer das richtige Mittel.”  Uwe H. Reuter, Vorstandschef der VHV Holding AG, ist sich sicher, dass der Kostendruck weiter steigen werde. “Regulierung und Risiko-Management  sind zusätzliche neue Kostentreiber. Ich finde es schade, wenn die regulatorischen Aufgaben überhand nehmen, es ist nicht deren Aufgabe, Geschäftsmodelle zu verändern.” Er stellte fest, dass Kostensenkungen und Beratungsqualität kein Widerspruch seien. Die VHV habe im Rahmen ihres Umstrukturierungsprogramms der letzten Jahre den Spagat zwischen Effizienz und Service-Qualität durch eine klare Definition der Rahmenbedingungen gut gelöst.  Der Manager brach eine Lanze für die Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit, die eine Renaissance erlebten und die Kostenproblematik gut im Griff hätten.

Christoph Wetzel, Vorstand der Basler Versicherungen, ging  auf die Zusammenlegung von Basler Versicherungen, Securitas und Deutscher Ring Leben und Sach ein. “Das haben wir durch eine systematische Herangehensweise unter dem Gesichtspunkt Integration vor Optimierung geschafft.” Im Vordergrund habe bei allen Umbaumaßnahmen stets die Sicherstellung des operativen Betriebs gestanden. Ebenso sei die Transparenz der Vorgehensweise ein wichtiger Bestandteil, “damit sich Fusionen lohnen”, wie er formulierte.  (wo)

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten