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Versicherer stellen sich auf neue Investmentwelt ein

18.11.2013 – 80 Prozent der Lebens-, Sach- und Kompositversicherer wollen ihr Geschäftsmodell ändern, um angemessene Renditen zu erwirtschaften. Das berichtet die Zeitschrift Versicherungswirtschaft in ihrer jetzt erschienenen Ausgabe mit Verweis auf eine Studie des weltweit größten Vermögensverwalters BlackRock. 

206 Versicherer wurden weltweit befragt. Für 73 Prozent der Unternehmen sind geringere Kapitalmarktrenditen der Hauptreiber für Veränderungen. Marcus Severin, Leiter des Versicherungsgeschäfts von BlackRock in Deutschland und Österreich schreibt in dem Autorenbeitrag, dass deutsche Versicherer für Veränderungen besonders offen seien. „Unter den deutschen Versicherern ist der Anteil derer, die geringere Kapitalmarktrenditen als ausschlaggebend für Veränderungen ansehen mit fast 80 Prozent noch etwas höher als global betrachtet.” Die Versicherer hierzulande spürten angesichts der regulatorischen Veränderungen die Notwendigkeit für Veränderungen noch stärker als ihre Wettbewerber aus anderen Ländern.

52 Prozent des Teilnehmer der Umfrage wollen in neue Segmente des Fixed Income-Marktes investieren. 58 gaben an, ihre Portfolios über sämtliche Anlageklassen hinweg besser zu diversifizieren. 47 Prozent haben die Absicht, ein Rahmenwerk zu erarbeiten, um vermehrt taktische Marktchancen zu nutzen. 33 Prozent sind bereit, höhere Risiken in Kauf zu nehmen. 17 Prozent möchten „Illiquiditätsprämien nutzen, zum Beispiel im Rahmen von Hedgefonds, Private Equity- oder Infrastruktur Investments.

Die deutschen Versicherer „gehen die Herausforderungen, die das neue Kapitalmarkt- und Regulierungsumfeld mit sich bringt, im internationalen Vergleich besonders entschlossen an”, so Severin. Gegenüber den internationalen Wettbewerbern nutzten die deutschen Versicherer teilweise in deutlich erhöhtem Maße illiquidere Anlageklassen. Die Chancen dazu böten die Banken, die aufgrund „erhöhter Volatilität am Kapitalmarkt und höheren Eigenkapitalanforderungen” gezwungen seien, ihre Bilanzen zu verkürzen. Die Versicherer könnten diese Lücke schließen. Das gelte für „höher verzinste Kredite, Immobiliendarlehen. Leveraged Loans oder Colateralised Obligations” im sog. Fixed-Income-Markt.

„43 Prozent der deutschen Unternehmen, die BlackRock befragte, halten es für wahrscheinlich, dass sie innerhalb der nächsten zwölf Monate in Schwellenländern investieren wollen”. Damit sei die Gruppe „deutlich entschlossener als Versicherer aus anderen Ländern”.

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