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Aktuare und Karriere: Gefragt und wechselwillig

18.11.2014 – Aktuar_Manfred Jahreis_pixelioAktuare sind gefragt wie nie und deutlich wechselwilliger als noch vor vier Jahren. Auch vor dem Hintergrund stetiger Anforderungen durch Regulierungsvorgaben empfiehlt eine aktuelle Studie den Versicherern ausgefeiltes Talent-Management und entsprechenden Führungsstil, um die aktuarische Expertise im Haus zu halten, strategisch zu nutzen und zu optimieren

Einer Studie der Deutschen Aktuarvereinigung und Kienbaum zufolge nehmen die Aktuare  eine deutliche verstärkte Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt wahr. 72 Prozent sehen denn auch keine Probleme, bei einem Jobwechsel weiter Karriere zu machen.

“In den kommenden Jahren wird die Expertise von hochqualifizierten Aktuaren aufgrund der neuen europäischen Aufsichtsvorgaben für die Versicherungen gefragter sein denn je“, prognostiziert der DAV-Vorstandsvorsitzende Rainer Fürhaupter.

Eine deutliche Mehrheit der Aktuare (58 Prozent) ist mit ihrem Arbeitsverhältnis zufrieden, 31 Prozent sogar sehr zufrieden. Bestnoten gibt es für die Bereiche Arbeitsinhalte, die eigenständige Zeiteinteilung sowie das Fortbildungsangebot der Arbeitgeber und die Arbeitsplatzsicherheit. Die für den Berufsstand sehr erfreuliche Entwicklung spiegelt sich auch in den Gehältern der Aktuare wider. Ein Aktuar verdient im Schnitt 80.000 Euro. Allein im vergangenen Jahr stiegen die durchschnittlich jährlich erzielten Saläre um 4,3 Prozent.

Weniger zufrieden sind die Aktuare mit ihrer Work-Life-Balance und der Arbeitsbelastung, dem Führungsstil und der Kommunikation in ihren Unternehmen. „Die Untersuchung zeigt eindrucksvoll auf der einen Seite ein erhebliches Führungsproblem in den Unternehmen, die damit Gefahr laufen, in Zeiten des zunehmenden Fachkräftemangels ihre Potenzialträger zu verlieren. Und zum anderen, welches Potenzial besteht, wenn ein sauberes Talent Management etabliert wird“, erläutert Kienbaum-Geschäftsführer Alexander v. Preen.

Oftmals fehlende Karriere- und Entwicklungsplanungen schlagen sich auch in einer gegenüber 2010 deutlich erhöhten Wechselbereitschaft nieder. Zwar ist das Gehalt für 26 Prozent der Aktuare weiterhin der wichtigste Wechselgrund, doch wird es von „interessanteren Arbeitsinhalten“ (21 Prozent) und „Entwicklungschancen“ (17 Prozent) fast eingeholt. (vwh/ ku)

Bildquelle: Manfred Jahreis/ pixelio

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