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Versicherer nehmen Kampf gegen niedrige Renditen auf

08.05.2014 – goldman-sachs-logo-15Die Ergebnisse der jährlichen Versicherungsstudie von Goldman Sachs Asset Management (GSAM) deuten darauf hin, dass die Branche die niedrigen Renditen künftig mit mehr Risikobereitschaft bekämpfen will. Die Umfrage unter 233 Chief Investment Officers (CIOs) und Chief Financial Officers (CFOs) repräsentiert Versicherungsunternehmen mit einem globalen Bilanzvermögen von mehr als sechs Bil. US-Dollar.

Die diesjährige Studie mit dem Titel „Risk On…Reluctantly“ kommt zu den folgenden zentralen Ergebnissen:

- Alternative Anlagen und Aktien gewinnen an Attraktivität.

Mehr als ein Viertel der befragten CIOs glaubt, dass Private Equity in 2014 die Anlageklasse mit der besten Performance sein wird. Auch bei US- und europäischen Aktien rechnen die Versicherer mit hohen relativen Erträgen.

- Die Portfoliogewichtungen verschieben sich.

Die CIOs planen eine Erhöhung der Allokation in Anlageklassen, die ein höheres Gesamtrenditepotenzial, eine Illiquiditätsprämie sowie Schutz vor steigenden Zinsen und Inflationsraten bieten können. Im Gegenzug soll das Engagement in Geldmarktpapieren, anderen kurzfristigen Instrumenten, Staats- und Agency-Anleihen, für die die CIOs kurzfristig die geringsten Ertragserwartungen haben, reduziert werden.

- CFOs sind optimistischer für das Anlageumfeld als CIOs.

Rund ein Drittel der befragten Finanzchefs sieht verbesserte Anlagemöglichkeiten, was bei den CIOs nur ein Viertel tut. Des Weiteren glauben nur 29 Prozent der CFOs, dass sich die Anlagemöglichkeiten verschlechtern. Bei den CIOs vertreten mehr als 40 Prozent diese Auffassung.

- Die CFOs stehen dem Anlagerisiko aufgeschlossener gegenüber.

Nur sechs Prozent der befragten Finanzverantwortlichen sind der Ansicht, dass ihre Vergleichsgruppe ein zu hohes Investmentrisiko eingeht; 2013 waren es noch rund 30 Prozent. Etwa 20 Prozent der CFOs halten die Risikobereitschaft ihrer Vergleichsgruppe für unzureichend.

- Die Sorge vor volatilen Märkten ist groß.

Weltweit sehen CIOs und CFOs kurzfristig die größten Risiken bei volatilen Kredit- und Aktienmärkten. Die Straffung der Geldpolitik wird ebenfalls als zentrales makroökonomisches Risiko betrachtet.

- Die Deflation stellt ein kurzfristiges Risiko dar.

Mehr als 20 Prozent der befragten CIOs rechnen im nächsten Jahr mit Deflationsgefahren; das sind doppelt so viele wie 2013. Die Inflation bleibt mittelfristig eine Sorge, wobei rund 80 Prozent der Investmentverantwortlichen hier in den nächsten zwei bis fünf Jahren Gefahren sehen.

- Branchenfremde Kapitalzuflüsse geben zunehmend Anlass zur Sorge.

Die Hälfte der Sach- und Haftpflichtversicherer der Studie glaubt, dass sich alternative Kapitalzuflüsse negativ auf ihre Preispolitik auswirken werden. Bei den Lebensversicherern sind es nur 13 Prozent, die diese Sorge teilen. Fast die Hälfte der CFOs in der Region Emea (Europa, Naher Osten, Afrika) rechnet in diesem Jahr mit negativen Preiseffekten durch alternatives Kapital.

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